Zurückgekehrte Menschen (Langzeithäftlinge aus Südkorea) - Nordkorea-Information

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Zurückgekehrte Menschen (Langzeithäftlinge aus Südkorea)

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Gesinnungstreue Langzeitgefangene

Der gesinnungstreue Langzeitgefangene bedeutet den patriotischen Kämpfer für die Vereinigung, der wegen eines „Verbrechens“, dass er für den Schutz und die Vereinigung des Vaterlandes gekämpft hat, Jahrzehnte lang hinter Gefängnismauern die revolutionäre Gesinnung bewahrt hat.

Trotz Verlockungen, Folterungen und den drastischen Martern seitens der Feinde und ihren Machenschaften dazu, ihnen die Bekehrung aufzuzwingen, bewahrten sie das absolute Hochachtung und Vertrauen zu Führer und Partei und die Siegeszuversicht über die revolutionäre Sache und die Vereinigung des Vaterlandes und kämpften dafür bis zu Letzten. Sie sind die Starken in Ideologie, Überzeugung und Willen, die die eiserne Wahrheit, dass die „Verteidigung der Überzeugung den Sieg, aber der Verzicht auf sie den Tod bedeutet“, durch Praxis bewiesen, und Befürworter und Augenzeugen des Sieges des Sozialismus.

Kim Jong Il nannte die gesinnungstreuen Langzeitgefangenen, die vom durchdrungenen patriotischen Willen und der Siegeszuversicht über die Vereinigung des Landes aus unverändert und zeitlebens gekämpft hatten, Inkarnation von Kredo und Willen und traf allerlei Maßnahmen dazu, sie alle in die Geborgenheit unserer Republik zu repatriieren.

Daraufhin kehrte am 19. März Juche 82 (1993) Ri In Mo, der gesinnungstreue Langzeitgefangene, und im September Juche 89 (2000) 63 gesinnungstreue Langzeitgefangene über die militärische Demarkationslinie in die Geborgenheit des sozialistischen Vaterlandes zurück.

In der DVR Korea werden ihnen, den ausgezeichneten Söhnen des Vaterlandes, das höchste Ansehen und alle möglichen Wohltaten erwiesen. Ihnen wurden der Titel des Helden der DVR Korea und der Preis für die Vereinigung des Vaterlandes verliehen und werden staatliche Fürsorge und Vergünstigungen zuteil.



Zurückgekehrte Menschen

Die Geschichte kennt auch die folgende traurige Begebenheit:

Die Soldaten der Armee Napoleons drangen auf dem Russlandfeldzug bis nach in Moskau vor, gerieten aber bald in Gefangenschaft. Russland teilte nach dem Krieg der französischen Regierung mit, ihre Gefangenen zu repatriieren, aber die neu errichtete Dynastie der Bourbonen lehnte dies ab. Die französischen Kriegsgefangenen mussten notgedrungen in russischen Lagern nahezu dreißig Jahre lang Qualen ausstehen, auf Ruinen der Gefängnisse Ackerbau betreiben und vergossen in Sehnsucht nach dem Heimatland heiße Tränen…

Ganz im Gegensatz dazu kam es in Korea zu einer bewegenden Szene.

Auf einen Schlag kehrten über sechzig gesinnungstreue Langzeithäftlinge, die in Südkorea jahrzehntelang in Kerkerhaft waren, aber stets ihre Überzeugung bewahrten, in den Norden zurück.

Eines Tages im Februar 1994, ein Jahr nach der Rückkehr des gesinnungstreuen Langzeithäftlings Ri In Mo unter Anteilnahme der Weltöffentlichkeit in den Norden Koreas, sagte Kim Jong Il zu einem Funktionär: Wir müssen alle anderen gesinnungstreuen Langzeithäftlinge aus Südkorea herausholen, so wie wir Ri In Mo heimgeholt haben. Im Vorjahr habe ich den Auftrag erteilt, ihre Namen und Adressen zu erfassen. Eine Geschichte, wie die der Revolutionäre, die in ihrer 30 bis 40 Jahre langen Kerkerhaft kämpften und nicht abtrünnig wurden, ereignet sich in der Menschheitsgeschichte nur unter den von unserer Partei erzogenen und herangebildeten Revolutionären.

Ich halte die Klärung der Frage betreffend die Repatriierung der gesinnungstreuen Langzeithäftlinge für eine revolutionäre Pflichttreue gegenüber den Genossen, die auf dem Weg der Revolution unsere Partei unterstützten, und für den Beweis der edlen Liebe des Führers der Revolution zu seinen Soldaten.

In der Folgezeit vergaß er keinen einzigen Augenblick die gesinnungstreuen Langzeithäftlinge, die in Südkorea Qualen erlitten, und traf nacheinander Maßnahmen für deren Repatriierung.

Auch im Juni 2000, zu der Zeit des historischen Nord-Süd-Gipfeltreffens, auf dem die Frage der Vereinigung des Landes zur Diskussion stand, vergaß er die patriotischen Kämpfer für die Vereinigung nicht, die ungeduldig auf den Tag ihrer Rückkehr in den Norden warteten.

Er begab sich nach vierstündigem Zwiegespräch zum Bankettsaal des Moknan-Hauses, sagte unterwegs im Auto zu Kim Dae Jung, als dieser ihn bat, die Frage bezüglich der getrennten Familien lösen zu helfen: der Norden habe vor, zum 15. August (Tag der Befreiung Koreas) 100 Angehörige einer Besuchergruppe getrennter Familien nach Seoul zu entsenden. Auch der Süden sollte eine Gruppe gleichen Umfangs schicken. Dafür soll die südliche Seite die gesinnungstreuen Langzeithäftlinge zu uns zurückkehren lassen.

Während der Rückfahrt vom Bankettsaal in die Unterkunft griff Kim Jong Il diese Frage noch einmal auf.

So konnte die Frage betreffend die Heimkehr der gesinnungstreuen Langzeithäftlinge in der Gemeinsamen Nord-Süd-Erklärung vom 15. Juni ausdrücklich klar und eindeutig festgehalten werden.

Obwohl so ihre Repatriierung greifbare Nähe rückte, fühlte er sich noch immer nicht beruhigt.

Er legte den Funktionären ans Herz:

Wenn wir die gesinnungstreuen Langzeithäftlinge abgeholt haben, sollten wir ihnen alle Vergünstigungen einräumen, sie besonders herausstellen und rühmen…

Einige Monate später kehrten am 2. September 2000 dreiundsechzig gesinnungstreue Langzeithäftlinge in den Norden zurück.

Ihnen wurden der Titel „Held der DVRK“ und der Preis für die Vereinigung des Vaterlandes verliehen und beste Lebensbedingungen gewährt.

Als einem von ihnen eine niedliche Tochter geschenkt wurde, gab Kim Jong Il ihr den Namen „Chukbok“ (Glückwunsch).


Naenara, Dez. 2014

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