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Zur Befreiung des südlichen Landesteils (Juni 1950)

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Zur Befreiung des südlichen Landesteils mit dem entschiedenen Gegenangriff

Kim Il Sung organisierte und leitete nach dem Kriegsausbruch klug die Gegenangriffsoperationen der KVA.

Er legte am 26. Juni auf der 1. Sitzung des Militärkomitees den strategischen Kurs für den Sieg im Krieg dar.

Kim Il Sung sagte wie folgt:

„Wir müssen durch schnelle Bewegung und weitere Angriffsaktionen den Feind konsequent vernichten und den südlichen Landesteil vollständig befreien, bevor die US-Imperialisten ihre aggressiven Streitkräfte im großen Ausmaß an die Koreafront werfen. Das ist der strategische Kurs unserer Partei in der gegenwärtigen Etappe.“

Der von ihm dargelegte strategische Kurs in der 1. Kriegsetappe war ein kluger Kurs, der darauf basiert ist, die entstandene militärisch-politische Lage und die Kräfteverhältnisse zwischen dem Gegner und Unsrigen sowie die gegnerische Schwäche tiefgründig durchschaut zu haben.

Er legte den westlichen Frontabschnitt als Hauptstoßrichtung fest und wies die Haupttruppen der KVA an, unverzüglich die Operation für die Befreiung Seouls zu unternehmen.

Mit dem Ziel, das Leben und Hab und Gut der Seouler und das Kulturerbe zu schützen und die Straßenkämpfe mit Erfolg zu entfalten, ließ er einen Teil der Kräfte zuerst in die Stadt Seoul eindringen und so den Feind in Verwirrung bringen, bevor die Hauptkräfte um 5 Uhr frühmorgens am 28. Juni den Generalangriff zur Befreiung Seouls begannen.

Demnach öffnete die Panzertruppe den Weg zum Sturm, und anschließend versetzten die Truppenverbände der Infanterie dem Feind Schläge von allen Seiten, stürmten auf die Stadt ein, befreiten vollständig am Vormittag um 11. 30 Uhr Seoul, den Zentralstützpunkt des Feindes, und vernichteten die Haupttruppe der südkoreanischen Marionettenarmee.

Kim Il Sung ordnete an, mit der Macht und dem Kampfgeist, mit welchen man Seoul befreite, dem Feind ununterbrochen weitere Schläge zu versetzen, ohne ihm die kleinste Atempause zu gönnen, und so günstige Voraussetzungen für weitere Operationen zu schaffen.

So lieferten die Truppenverbände der Volksarmee unaufhörliche Angriffsschlachten und befreiten Inchon und Suwon, vernichteten in der Gegend von Osan den Vortrupp der 24. Division der US-Aggressionsarmee und vertrieben an allen Fronten den Gegner in das Gebiet südlich des 37. Breitengrades.

Kim Il Sung wies an, den US-amerikanischen Invasoren pausenlos nicht nur zu Land, sondern auch zu Wasser und in der Luft Schläge zu versetzen.

Getreu seinem Befehl vollbrachten die Matrosen der 2. Torpedobootsabteilung der KVA in der Seekriegsgeschichte der Welt bemerkenswerte glänzende Großtaten: Sie versenkten in der Morgenfrühe am 2. Juli auf der See vor Jumunjin mit vier Torpedobooten den schweren Kreuzer „Baltimore“ der US-Imperialisten, den sie als „schwimmende Insel“ rühmten, und zerstörten einen leichten Kreuzer.

Die mutigen Fliegertruppen der Volksarmee schossen mit der von Kim Il Sung gelehrten Kühnheit und Kriegskunst zahlreiche modernste Kampfflugzeuge und Bomber ab und, vor allem strategische Bomber „B-29“, mit denen die US-Imperialisten als „fliegende Festung“ prahlten.

Als ihr Versuch, den nördlichen Landesteil in einem Zug zu erobern, misslang, verstärkten die US-Imperialisten ihre Fliegertruppen und Flotten und warfen zugleich ihre Bodentruppen in großem Umfang an die Koreafront und schmiedeten Ränke, um unter Missbrauch des Schildes der UNO die „UN-Truppen“ zusammenzuschustern und sogar Söldnertruppen ihrer Satellitenstaaten einzuziehen.

Kim Il Sung enthüllte am 8. Juli 1950 in seiner Rundfunkansprache „Wir schlagen den bewaffneten Überfall der US-Imperialisten entschlossen zurück“ die hinterhältigen Machenschaften und das bestialische Wesen der US-Imperialisten, die den Namen der UNO missbrauchten, und rief alle Offiziere und Soldaten der Volksarmee und das gesamte Volk dazu auf, die US-Aggressoren mit Stumpf und Stiel auszurotten und zu vernichten.

Dem Ruf des großen Songun-Heerführers folgend vernichteten die Offiziere und Soldaten der Volksarmee mit flammendem Hassgefühl gegenüber dem Feind die gegnerischen Truppen und dehnten die Kampferfolge nach dem Süden aus.

Kim Il Sung durchschaute die Absicht der US-Aggressoren, an der Taejon-Linie den Angriff der Truppen der Volksarmee zum Stehen zu bringen und die Kriegslage umzukehren, und organisierte und leitete klug die Operation zur Befreiung Taejons.

Die Truppen der Volksarmee durchbrachen unter starker Unterstützung der Artillerietruppen die feindliche Verteidigungslinie am Fluss Kum, die der Gegner zuvor als Linie bezeichnet hatte, von der er niemals zurückweichen würde. Sie befreite die Stadt Kongju und drückte den Feind mit ununterbrochenen Schlägen in die Stadt Taejon.

Kim Il Sung erarbeitete einen präzisen Operationsplan für die Befreiung Taejons, kam Mitte Juli in einer mondlosen Nacht mit dem Auto durch Pulverdampf über die Eisenbahnbrücke des Flusses Rimjin zum Frontkommando in Seoul. Er berief unverzüglich eine Operationsberatung ein und legte den Kurs auf die Operation zur Befreiung der Stadt Taejon dar.

In der Morgenfrühe des 20. Juli begannen die Truppen der Volksarmee entsprechend seinem operativen Kurs den Generalangriff zur Befreiung Taejons, vernichteten die 24. Division der US-Aggressionsarmee, die sich als „stets siegreiche Division“ rühmte, nahmen den Divisionschef gefangen und befreiten am Mittag um 12 Uhr völlig die Stadt Taejon.

Kim Il Sung leitete nach der Befreiung Taejons persönlich an der vordersten Front die Angriffsoperationen der Truppen der Volksarmee, die die Kampferfolge ausbauten und nach Süden vorrückten.

Er suchte Anfang August das Frontkommando der Volksarmee in Suanbo, gelegen südlich von Chungju, Bezirk Nord-Chungchong, auf und leitete die Sitzung der Funktionäre des Frontkommandos und der Kommandeure und kulturpolitischen Funktionäre der Fronttruppenverbände an.

Auf der Sitzung wies er darauf hin, dass die Fronttruppenverbände dem Feind keine Atempause geben, durch pausenlose Schläge und kühne Bewegungsoperationen die feindliche Verteidigungslinie durchbrechen, schnell den Fluss Raktong überqueren und in die Abschnitte von Masan, Taegu, Yongchon und Phohang vorstoßen müssten, um günstige Voraussetzungen für die Vernichtung des Feindes zu schaffen. Er betonte nachdrücklich, nicht nur den zahlenmäßig überlegenen Feind zu verdrängen oder frontal anzugreifen, sondern auch entsprechend den natürlichen und geografischen Gegebenheiten mutig Bergpfade und -rücken zu benutzen, den Frontal-, den Flanken- und den Rückenangriff miteinander gut zu verbinden, die Nachtkämpfe zu verstärken, die kooperativen Operationen der Truppenteile und Waffengattungen gezielt durchzuführen und die Artillerie gekonnt einzusetzen.

Kim Il Sung stieg an diesem Tag auf den Mungyong-Pass, von dem die Front zu sehen war, machte sich mit der Lage an der Front und den Geländebeschaffenheiten vertraut und erhellte die Richtung der bevorstehenden Operationen und wies die Wege zu deren Durchführung.

Von seiner Anleitung an der Front unermesslich ermutigt, rückten die Truppen der Volksarmee stürmisch nach Süden vor, indem sie nach seiner Taktik die gemeinsamen Operationen der Infanterie und Artillerie intensivierten und durch Gebirgs- und Nachtkämpfe, unaufhörliche Angriffe und kühnes Manövrieren den Feind umzingelten und vernichteten.

So befreiten sie in nur anderthalb Monaten seit dem Kriegsausbruch mehr als 90 % des südkoreanischen Territoriums und über 92 % seiner Bevölkerung.

Die imperialistischen US-Aggressoren, die eine Niederlage nach der anderen hinnehmen mussten, setzten sogar japanische Reaktionäre im Koreakrieg ein.

Angesichts der Teilnahme Japans am Koreakrieg berief Kim Il Sung Ende August 1950 eine Sitzung des Politkomitees des ZK der PdAK ein und verurteilte aufs Schärfste das Verbrechen der reaktionären herrschenden Schicht Japans.

Die tapferen Kämpfer der Volksarmee nahmen mit aufsteigender Wut und Feindseligkeit gegenüber den amerikanischen und japanischen Interventen mutig Kampfhandlungen zur endgültigen Vernichtung des Gegners auf und trieben die Feinde in der ersten Septemberhälfte in ein enges Gebiet der Bezirke Nord- und Süd-Kyongsang.


Naenara, Juli 2017

 
 
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