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In welchen Staaten gibt es nordkoreanische Gastarbeiter?
#11
Interessanter Bericht. In China soll die Problematik auch durch Medienberichte bekannt sein.
Vielleicht können in China lebende User etwas dazu sagen?

http://www.fr-online.de/politik/gastarbe...93580.html
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#12
Ich bin wirklich daran interessiert was unsere nordkoreafreundliche Fraktion zu dieser Form der modernen Sklaverei sagt? oder handelt es sich wieder um einen Artikel der imperialistischen Hetzpresse!
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#13
(07.09.2012, 12:53)NGO schrieb: Ich bin wirklich daran interessiert was unsere nordkoreafreundliche Fraktion zu dieser Form der modernen Sklaverei sagt? oder handelt es sich wieder um einen Artikel der imperialistischen Hetzpresse!

Seit wann sind Gastarbeiter Sklaven? Wenn es danach gehen würde, müsste man auch die Gastarbeiter in Deutschland Sklaven nennen (was sie aber nicht sind).
Ich könnte auch schreiben: Erdogan vermietet sein Volk.
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#14
(07.09.2012, 13:14)Juche schrieb:
(07.09.2012, 12:53)NGO schrieb: Ich bin wirklich daran interessiert was unsere nordkoreafreundliche Fraktion zu dieser Form der modernen Sklaverei sagt? oder handelt es sich wieder um einen Artikel der imperialistischen Hetzpresse!

Seit wann sind Gastarbeiter Sklaven? Wenn es danach gehen würde, müsste man auch die Gastarbeiter in Deutschland Sklaven nennen (was sie aber nicht sind).
Ich könnte auch schreiben: Erdogan vermietet sein Volk.
Gastarbeite sind immer dann Sklaven, wenn sie unfrei einer Tätigkeit nachgehen müssen, deren gerechten Lohn sie nicht bekommen. Insofern lassen sich auch anderswo Gastarbeiterverhältnisse finden, die dem Begriff der Sklaverei verdienen. Nur dachte ich sei es im Sozialismus und vorallem in Nordkorea damit vorbei! War wohl ein Trugschluss!
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#15
(07.09.2012, 13:14)Juche schrieb:
(07.09.2012, 12:53)NGO schrieb: Ich bin wirklich daran interessiert was unsere nordkoreafreundliche Fraktion zu dieser Form der modernen Sklaverei sagt? oder handelt es sich wieder um einen Artikel der imperialistischen Hetzpresse!

Seit wann sind Gastarbeiter Sklaven? Wenn es danach gehen würde, müsste man auch die Gastarbeiter in Deutschland Sklaven nennen (was sie aber nicht sind).
Ich könnte auch schreiben: Erdogan vermietet sein Volk.

Die Mehrheit will, das die wieder zurückgehen. Dann hätte Juche auch mal einen Arbeitsplatz
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#16
Türkische Gstarbeiter haben in Deutschland freiwillig angeheuert, um relativ viel Geld zu verdienen, was sie in ihrer Heimat nicht gekonnt hätten. Für diese freiwillige Entscheidung durften sie aus- und bei uns einreisen. Soviel zur Freiheit der Arbeitsplatz- und Wohnortwahl, Juche.

Der Vergleich der türkischen mit nordkoreanischen Gastarbeitern schlägt also, wenn man den zitierten Berichten glaubt, vollkommen fehl.

Interessant wäre nur noch die Frage, ob sich diese Arbeiter freiwillig melden oder zum Auslandseinsatz zwangsverpflichtet werden. Ist letztere der Fall, dann ist es auf jeden Fall Sklaverei. Ist ersteres der Fall, wäre es wohl nur Vorspiegelung falscher Tatsachen bei der Anwerbung. Denn welcher Nordkoreaner würde, wenn er die Bedingungen kennt, zu diesem Gehalt und diesen Arbeitszeiten freiwillig ja sagen und auch noch seine gefährdete Familie zurücklassen?

Mir fällt derzeit kein anderes Land auf der Welt ein, welches in dieser Form agiert. Nordkorea ist schon ein besonderes Land und das verfassungsmässige Recht sowie die Pflicht zur Arbeit ist dort wirklich umgesetzt.
Wenigstens aber beantwortet sich hier die Frage, wie man am besten und leichtesten aus Nordkorea ausreisen kann: wenn man nicht darf, sondern sogar muss!
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#17
(07.09.2012, 14:11)Leser schrieb: Interessant wäre nur noch die Frage, ob sich diese Arbeiter freiwillig melden oder zum Auslandseinsatz zwangsverpflichtet werden. Ist letztere der Fall, dann ist es auf jeden Fall Sklaverei. Ist ersteres der Fall, wäre es wohl nur Vorspiegelung falscher Tatsachen bei der Anwerbung. Denn welcher Nordkoreaner würde, wenn er die Bedingungen kennt, zu diesem Gehalt und diesen Arbeitszeiten freiwillig ja sagen und auch noch seine gefährdete Familie zurücklassen?

Der Bergiff der Sklaverei ist von mir aus zwei Gründen benutzt worden. Zum einem stand im Artikel, dass die nordkoreanischen Arbeiter abgeschirmt und von Aufpassern bewacht auf dem Firmengelände leben, 7 Tage die Woche arbeiten und von dem Lohn, der schon nur die Hälfte desen ist, was ein chinesischer Arbeiter bekommt, nur einen Bruchteil in der Lohntüte wiederfinden! Für mich eine moderne Form der Sklaverei!

Wie lange @Leser wird es wohl dauern, bis jemand den Bericht als ein Produkt der imperialistischen Hetzpresse abtut?
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#18
(07.09.2012, 14:20)NGO schrieb: Wie lange @Leser wird es wohl dauern, bis jemand den Bericht als ein Produkt der imperialistischen Hetzpresse abtut?

Nicht lange, ich will damit gleich mal anfangen.

Ein Nebenpunkt, aber recht typisch: das angebliche Konsumverhalten der nordkoreanischen "Elite". Ein einziges Beispiel, ist der etwas missratene Sohn von Kim Jong Il, der sich als Playboy in Macao auffuehrt. Aber sonst? Ist ein einziges Mal ein Mitglied der nordkoreanischen Fuehrung bei einem Shopping-trip gesehen worden?
Ja, die Nordkoreaner kaufen in Beijing ein, ich kenne die Laeden um die Botschaft herum, alle koreanisch ausgeschildert. Da gibt es keinerlei Luxusartikel, sondern billigste Gebrauchsartikel.

Ich habe mal den Original-Artikel in der Global Times herausgesucht:

http://www.globaltimes.cn/content/730834.shtml

"man kann den Job nicht kündigen, auch wenn er nicht gefällt" schreibt die Frankfurter Rundschau. "and will not leave even if they don't like the job here, while Chinese employees act rashly with no sense of dedication" steht im Original. Eine ganz andere Bedeutung. Die Nordkoreaner kuendigen nicht, weil sie eine bessere Arbeitsmoral haben. Ein grosses Problem bei den chinesischen Arbeitern ist, dass sie oft jedes Jahr den Job wechseln, wenn es irgendwo anders nur etwas besser ist. Das Problem gibt es bei den Nordkoreanern nicht (und gab es in China bis Anfang der 90er auch nicht).

Die Nordkoreaner leben in Wohnheimen, dass tun die meisten chinesischen Arbeiter auch.
Siehe das Bild in der Global Times. So gute Wohnheime habe ich in China selten gesehen.
So Anfang der 70er kamen die ersten Gastarbeiter, Griechen, in die Kleinstadt in Deutschland, in der ich aufgewachsen bin. Sie lebten damals in Baracken, da waeren sie ueber nordkoreanische Lebensbedingungen froh gewesen.

2000 RMB bekommen die Nordkoreaner pro Monat. Chinesische Arbeiter bekommen das Doppelte, seht in der Frankfurter Rundschau. Im Original in der Global Times steht das nicht!
Richtig ist, im industriellen Zentrum um Shenzhen kann ein Arbeiter auf 4000 RMB kommen, mit allen Ueberstundenzuschlaegen. Nicht aber in Nordost-China!! Dort sind 2000 RMB auch fuer chinesische ungelernte Arbeiter ein normales Gehalt.

Unterkunft und Verpflegung sind frei, steht in der Global Times, in der FR steht das nicht.

Die koreanischen Arbeiter bekommen viel mehr bezahlt, als in Nordkorea, schreibt die Global Times. Etwas mehr, schreibt die FR.

Die Nordkoreanischen Arbeiter duerfen nicht alleine das Fabrikgelaende verlassen, schreibt die Global Times, sie duerfen das Fabrikgelaende nicht verlassen, schreibt die FR.

Wohlgemerkt, der ganze FR-Artikel bezieht sich auf den Global Times Artikel, es gibt keine Hinweise, das die FR selbst recherchiert hat.

Das der Entsendestaat (in diesem Fall Nordkorea) direkt mit der Fabrik einen Vertrag abschliesst, und die Zahlung der Gehaelter etc. uebernimmt, ist international bei solchen Projekten ueblich. U.a. macht China viele solche Projekte in Pakistan und im Nahen Osten.

"Produkt der imperialistischen Hetzpresse?" -- diese Bewertung ueberlasse ich jedem Forumsmitglied selbst.
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#19
Es ist eben gut, wenn es Menschen gibt, die die Sprache beherrschen und die Übersetzungen überprüfen können!Smile

Hier kommt es oftmals auf Kleinigkeiten an.

Aber der Lohn scheint mir doch etwas gering zu sein.

Noch ein Gedanke.
Eventuell umgeht man so auch verdeckte Arbeitslosigkeit?
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#20
Eine weitere geistlose Antwort von Dangun. Hat der Bengel denn in China denn soviel Langeweile, dass er sowas nötig hat?
Außerdem hat er sich mit dieser Aussage ganz klar als ausländerfeindlich erwiesen.
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