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Innerkoreanische Beziehungen & aktuelle Militärmannöver
#11
(09.03.2013, 18:56)rroft schrieb: Wie immer: Zunehmend deutlich erkennbar ist, worauf Nordkoreas Provokationen abzielen, nämlich direkte, gleichberechtigte Verhandlungen mit Washington. Vermutlich würde Pjöngjang liebend gerne seine chinesischen gegen amerikanische Sicherheitsgarantien eintauschen, der Haken dabei ist nur, dass die USA die Sicherheit des Regimes in Pjöngjang, um die es diesem im Kern geht, weder garantieren wollen noch garantieren können.[/align]

Das ist sicherlich des Pudels Kern. Genau hier könnte der Westen ansetzten. China ist mittlerweile zu weit mit den USA und anderen Ländern als Globalplayer wirtschaftlich verflochten, als das es sich auf die Seite der DVRK schlagen könnte, ohne in größere Konflikte und Erklärungsnot zu geraten. Leider kommt die chin. Führung aber dadurch auch immer mehr von ihrem politischen Kurs ab. Man fragt sich ob die KP China eigentlich noch in ihren Grundfesten existiert oder es einer Umbezeichnung bedarf.

Ich finde das zum jetzigen Zeitpunkt eine einmalige Chance geboten wird mit der DVRK wieder in einen Dialog zu treten. Genau jetzt könnten die USA und ihre Verbündeten einen ganz anderen Schritt wagen. Einfach indem man den Spieß umdreht, die milit. Mannöver beendet und man auf Nordkorea zugeht. Wenn diese dann die gegebene, historische Chance nicht nutzen würden, läge es wirklich an einem falschen Agieren der Führung. Die DVRK möchte ebenso mit ihrer eigenen Führung, eigenen Abwehr, Politik und Wirtschaftsform einen Stellenwert in der Weltgemeinschaft haben, wie andere Staaten in der Welt. Nur dies würde dem Land zu weiterem Wohlstand, Öffnung und Entwicklung verhelfen denke ich. Die Zickzackkurse der Vergangenheit führen und führten zu recht wenig. In den 65 Jahren ihres Bestehens sollten die USA und andere Länder eigentlich erkannt haben, das die DVRK mit der Songun-Juche Ideologie eine ganz eignene Führungsform besitzt, die es zu verstehen gilt.

Es besitzten ganz andere wirklich "gefährliche" Länder auf dem Planeten Kernwaffen um die sich meines Erachtens nicht so geschert wird.
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#12
Hi Bulungi,

Kurs hin oder her, es stellt sich doch für jedes Land die Frage in wessen Interessen (Führung oder Volk) es strebt, und welches Ziel es folgt. Die Chinesen waren früher mal bitterarm, jetzt ist eine ganz neue Schicht entstanden denen es gut geht.

Stell dir doch selbst die Frage ob du das Leben mit allen seinen Vorzügen in der heutigen Zeit eher genießt als vielleicht unsere Großväter unter der Flagge des 3. Reiches. Ideologie ist in gewissermaßen immernoch eine Art "Gehirnwäsche" für´s Volk, aber im Prinzip ergeht es den meisten nur darum wie es Ihnen und ihren Angehörigen geht.
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#13
(10.03.2013, 10:03)Bulungi schrieb: Ich finde das zum jetzigen Zeitpunkt eine einmalige Chance geboten wird mit der DVRK wieder in einen Dialog zu treten. Genau jetzt könnten die USA und ihre Verbündeten einen ganz anderen Schritt wagen.

Habe gehört die Fregatte " Hamburg " ist im Bestand der US - Trägerkampfgruppe " H.S.Truman " auf dem Weg in koreanisch - japanische Gewässer.
Da hast du das deutsche Dialog - Angebot.
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#14
@ Rolle,

nur als Nebenfrage: ist die "Hamburg" momentan nicht zur Begleitung der "USS Dwight D. Eisenhower" unterwegs?

Aber eine andere Frage:
"Kennt du den Wortlaut des Nicht-Angriffs-Abkommens zwischen Nord- und Südkorea von 1991, welches Nordkorea laut eigenen Angaben nun aufkündigte und kannst den Inhalt dieses Abkommens ins Forum reinkopieren oder zumindest einen Link-Hinweis zum Wortlaut dieses Abkommens angeben?
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#15
Ich bleibe dabei, man braucht einen oder mehre sachlich wirkende Vermittler für die koreanische Halbinsel, die werden schwer zu finden sein, aber von selbst werden sich die Spannungen nicht entkrampfen. Wenn niemand nachgeben kann und will, dann muss neutral ein Weg gesucht und gefunden werden, um zu vermitteln. Die bekannten Mächte und Staaten können nicht mehr wirklich vermitteln, hier sind vielleicht die Schweiz, Schweden u.a. gefragt, vielleicht auch Internationale Organisationen.
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#16
Die Eskalation des Verbalkrieges im politisch-militärischen Bereich hat bisher offensichtlich keine negativen Auswirkungen auf die gute wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Koreas in Kaesong:

http://app.yonhapnews.co.kr/YNA/Basic/Ar...1011200341

Die müssen erst gemeinsam das Geld verdienen, damit sie sich dann gegeneitig beflegeln können.


Ein Nachtrag zur Fregatte "Hamburg": die dürfte momentan gerade in Alicante sein:
http://seefahrer.blog.de/2013/03/07/freg...-15603912/
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#17
(10.03.2013, 21:41)Rolle schrieb:
(10.03.2013, 10:03)Bulungi schrieb: Ich finde das zum jetzigen Zeitpunkt eine einmalige Chance geboten wird mit der DVRK wieder in einen Dialog zu treten. Genau jetzt könnten die USA und ihre Verbündeten einen ganz anderen Schritt wagen.

Habe gehört die Fregatte " Hamburg " ist im Bestand der US - Trägerkampfgruppe " H.S.Truman " auf dem Weg in koreanisch - japanische Gewässer.
Da hast du das deutsche Dialog - Angebot.

Guten Morgen,

wäre dies denn dann wirklich ein deutsches Dialogangebot Wink? Ich denke eher eines unter der Flagge der USA, was natürlich die derzeitige Situation betreffend umso sinnvoller wäre, die Lage zu entschärfen. Es liegt nun wirklich an beiden Parteien Größe zu zeigen. Nicht aber die militärische.
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#18
Hr. Gysi hat das in etwa sachlich formuliert, militärisch kann Nordkorea nichts lösen und gewinnen, nur mit Sachlichkeit und Verhandlungen auf Augenhöhe kann man verhandeln, ohne Drohungen gegenseitig. Und ich bleibe dabei, ein Vermittler muss sich finden, ein Team von Vermittlern, aber wer kann das? Wer hat das Vertrauen aller Seiten?
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#19
(11.03.2013, 15:43)umergel schrieb: Hr. Gysi hat das in etwa sachlich formuliert, militärisch kann Nordkorea nichts lösen und gewinnen, nur mit Sachlichkeit und Verhandlungen auf Augenhöhe kann man verhandeln, ohne Drohungen gegenseitig. Und ich bleibe dabei, ein Vermittler muss sich finden, ein Team von Vermittlern, aber wer kann das? Wer hat das Vertrauen aller Seiten?

Bill Clinton hat es bereits vor Jahren vorgemacht wie ein Dialog funktionieren könnte. Wenn auch in einer anderen polit. Situation.

(10.03.2013, 10:15)jperazor schrieb: Hi Bulungi,

Kurs hin oder her, es stellt sich doch für jedes Land die Frage in wessen Interessen (Führung oder Volk) es strebt, und welches Ziel es folgt.

Gerade bei der DVRK ist erkennbar das wohl ein Großteil des Volkes mit der Situation irgendwie zurecht kommt. Wie oft haben Experten schon darüber disskutiert und sich gewundert, daß es noch nie zu einer Revolution kam.

Ob unser westlicher, matrieller Lebensstandart so zufriedenstellend ist eine Frage der Auffassung und Einstellung. Warum überläßt man anderen Völkern nicht ihre eigenen Lebensweisen und politischen Aufassungen und vergleicht diese immer mit unseren wetslichen "Werten"?

(10.03.2013, 10:15)jperazor schrieb: Die Chinesen waren früher mal bitterarm, jetzt ist eine ganz neue Schicht entstanden denen es gut geht.

Bitterarm war China in seiner jüngsten Geschichte nie. Wenn wurde es im Westen so dargestellt.

Die Schere zwischen Arm und Reich klaffte in China seit langem nicht so weit auseinander wie heute. Zwar bildet sich eine Mittelschicht in der Gesellschaft heran. Jedoch kann ein Großteil der chin. Bevölkerung mit dem Aufstieg und den galoppierenden Preissteigerungen (Lebensmittel, Wohnraum..etc) nicht mitthalten.

(10.03.2013, 10:15)jperazor schrieb: Stell dir doch selbst die Frage ob du das Leben mit allen seinen Vorzügen in der heutigen Zeit eher genießt als vielleicht unsere Großväter unter der Flagge des 3. Reiches. Ideologie ist in gewissermaßen immernoch eine Art "Gehirnwäsche" für´s Volk, aber im Prinzip ergeht es den meisten nur darum wie es Ihnen und ihren Angehörigen geht.

Wenn ich in Ländern wie Burma, China, Russland und anderen Ländern unterwegs bin und dort zufriedene, offene Menschen erlebe kommen mir oft Zweifel auf, ob unsere Konsumwelt so erstrebend ist und uns wirklich so zufrieden stellt. Die negativen Auswirkungen dieser sind ja hinlänglich bekannt.
Ich finde der Vergleich mit dem 3. Reich (und oft auch der DDR etc) paßt hier nicht zusammen. Im übrigen ging es der damaligen Bevölkerung (Ohne hier irgendeine politische Wertung oder Position in dem Zusammenhang zu liefern!!) nicht schlecht, aufgrund des Wirtschaftsaufschwungs nach der Weimarer Republik. Auch wenn dieser der boomenden Rüstungsindustrie und dem massiven Ausbau des Verkehrsnetzes zu zuschreiben war.
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#20
Wenn wenigstens wirtschaftlich eine innerkoreanische Zusammenarbeit weiter gut laufen könnte, wenn Fachleute der Wirtschaft wenigstens miteinander noch reden, so wie es auch zwischen China und Taiwan immer noch war selbst in ernsten Zeiten, dann ist das ein Puzzlebaustein einer möglichen Minikontaktebene. Vielleicht kann ein Mann wie Bill Clinton und eben Wirtschaftsfachleute beider Teile Koreas da eine Vermittlermission bilden.
Unsere westliche Konsumwelt ist nicht menschlich verbindend oder die Würde aller Menschen achtend, ich habe in Südamerika arme einfache Menschen erlebt, nach westlichen Maßstäben arm, aber doch so reich an Lebensfreude, inneren Werten, Freude am Leben, teilweise sogar modern, hoch modern mit Technik, da zählte Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe noch was, kam vom Herzen. Die Nordkoreaner müssen mit sich- für sich entscheiden, was sie mit sich tun lassen, von der eigenen Regierung, den eigenen Herrschern und natürlich von außen. Sie haben ja wie alle Menschen einen Kopf zum Denken.
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