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Fotos aus Nordkorea
#1
Nach der Juche-Ideologie steht ja der Mensch im Mittelpunkt sämtlichen Geschehens auf der Welt.

Ein französischer Tourist besucht im April Nordkorea und zeigt eine scheinbar Juche-inspirierte Fotoserie über Nordkorea.

Nicht Monumente, Architektur oder Natur stehen im Blickpunkt, sondern die Menschen Koreas; das Ergebnis: wunderbare, einfühlsame Portraits. Doch seht selbst:

http://www.flickr.com/photos/mytripsmypi...812751507/
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#2
Hallo,

habe folgende Fotos im Netz gefunden, welche meine Aufmerksamkeit wecken, da ich Nachtaufnahmen und Lichter mag: Pjongjang erstrahlt im Neonlicht!

http://www.naenara.kp/de/photo/pyong/?10...+1++korean

Zugegebenermaßen wurden sie mit recht langer Belichtung aufgenommen - ich komme trotzdem etwas ins Grübeln, ob sie echt sind. Wie man hört soll Pjongjang nachts doch recht dunkel sein?

Auf dem letzten Bild (8 von 8) sieht man z.B. das Yanggakdo-Hotel. Es befindet sich ja sehr "zentral", quasi "im Herzen der Stadt". Ich habe Reiseberichte gelesen, wo geschrieben steht, daß Reisende, die nach Einbruch der Dämmerung vom Flughafen kommend am Yanggakdo-Hotel eintreffen, gar nicht bemerkt haben, daß sie schon da sind, weil es in der Stadt genauso dunkel wie auf dem Land ist. Vielleicht kann jemand sagen, der schon mal vor Ort war, wie es in Pjongjang nachts aussieht, ob es immer noch dunkel ist oder es mittlerweile nachts, wie auf den Bildern, strahlt? Ist das Yanggakdo-Hotel wirklich so iluminiert?

Auf Foto 3 von 8 erstaunt mich, daß in jedem Fenster Licht ist... Und auch auf den anderen Fotos, sieht man, wenn Gebäude mit Fenstern drauf sind, fast alle Fenster beleuchtet. Als ob es kein Zimmer gäbe, das kein Licht eingeschaltet hat...

Viele Grüße,
Klaus
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#3
Ich war bei der April-Reise im letzten Jahr im Yanggakdo-Hotel untergebracht. Als Mitarbeiter in der Energieversorgung schaut man natürlich auf sowas. Das Yanggakdo-Hotel ist wirklich mit riesigen am Boden angebrachten Scheinwerfern beleuchtet, ebenso der Juche-Turm und die Studienhalle des Volkes. Zum Feiertag waren auch Lichterketten in den Bäumen und an Brücken. Die Fackel des Turms ist von innen bewegt beleuchtet um den Flammeneffekt zu erhalten. Also dass wer nicht merkt dass er da ist glaube ich kaum, Hotel und Juche-Turm sind einige Stunden nach Einbruch der Dunkelheit wirklich prachtvoll, soweit stimmen die Bilder. Die Fotos sind meiner Meinung nach trotzdem bearbeitet, die Beleuchtungen in den Wohnblöcken sind in echt nur sehr schwache Energiesparlampen und die Straßenleuchten hatten so längliche Glühfadenlampen drin, ähnlich den Linestralampen die man bei uns früher über den Badspiegeln hatte, deren Licht von den hohen Masten kaum zum Boden gelangt. Verglichen mit anderen Städten der Welt wirkt Pjöngjang dadurch dunkel, es gibt ja auch keine Schaufensterbeleuchtungen und nur wenige Neonschriften (Kim Il Sung-Platz), was die oben genannten Bauten aber besonders hervorhebt. Kurz gesagt, die markanten Bauten schauen so aus, die Straßen und Wohnhäuser weniger. Die Wahrheit liegt also in der Mitte... Bild 8 ist übrigens das Koryo-Hotel, nicht das Yanggakdo-Hotel.
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#4
Ich denke die Foto´s wurden etwas aufgearbeitet und das sehr schlecht. Die Nordkoreaner versuchen das, was ganze Reisebranchen schon immer versucht haben. Bildverschönerung Wink

Grundsätzlich ist im privaten Bereich eine Glühbirne über 25 Watt unzulässig, aufgrund der mangelnden Energie. Man hat wohl im Nachhinein die Birnen in jedem Haushalt auf über 200 Watt getrimmt, so entstehen solche Bilder.
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#5
Nachstehend meine Nachtfotos aus Pyongyang, ich war im September dort. Wie schon erwähnt, es ist natürlich auch immer eine Frage der Belichtungszeit.

[Bild: 20080924_118.jpg]

[Bild: 20080924_122.jpg]

[Bild: 20080923_140.jpg]

Hell erleuchtet waren natürlich die Sehenswürdigkeiten. Die Wohnhäuser schienen auch Strom zu haben, sehr hell war das Licht das von ihnen ausging aber nicht, wohl wegen des hier schon angesprochenen 25-Watt-Limits für Glühbirnen.
Funktionierende Strassenbeleuchtung gab es nur zeitweise auf ausgewählten Strassen. Als wir um 2 Uhr nachts vom Bahnhof zum Hotel fuhren, war alles stockfinster.

Auf den Bahnhöfen, die wir auf der Fahrt nach Pyongyang passierten, gab es keine Bahnsteigbeleuchtung, Fahrgäste und Eisenbahnpersonal lief im Dunkeln herum. Die Eisenbahner hatten aber zumindest LED-Taschenlampen.

Zwar nicht in allen, aber doch in der Mehrzahl der Städte, die wir mit dem Zug durchfuhren, gab es offenbar Strom, denn in den Häusern war meistens etwas Licht zu sehen. In kleinen Dörfern war es eher finster. Strassenbeleuchtung gab es nirgendwo.
Die Stromversorgung der Eisenbahn schien ganz passabel zu sein, wir hatten keinen stromausfallbedingten längeren Aufenthalt, die Verspätung resultierte eher aus dem schlechten Gleiszustand, welcher oft nur eine Geschwindigkeit von 30 km/h oder so erlaubt.


Helmut
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#6
Viele schöne Fotos aus Nordkorea zeigt Prof. Dege:

http://www.panoramio.com/user/1370661?co...oto_page=1
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#7
Hi Kuwolsan!

Der von dir im Thread erwähnte "französischer Tourist" ist ein Berufsfotograf der u.a. für National Geographics, Geo und verschiedene Zeitungen fotografiert ...

Er hat ebenfalls interessante Videoclips gepostet ...

http://www.flickr.com/photos/mytripsmypi...104072495/
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#8
Neue Fotos aus Nordkorea:

http://www.the.me/just-do-it-photographe...amic-tour/
http://www.dprk360.com/360/index.html
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#9
Hier ein Reisebericht aus 1981 mit vielen Bildern aus dieser Zeit.

http://einestages.spiegel.de/s/ab/29729/...ehrer.html
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#10
North Korea at night: Nasa images prove country really is cloaked in darkness

http://www.independent.co.uk/news/world/...51136.html
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