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Nächtigen bei der Botschaft der KDVR in Berlin
#1
Verschiendenste Medien berichteten in den vergangenen Tagen, dass bei/neben der Botschaft - in ehemaligen Räumlichkeiten des Konsulates - der KDVR in Berlin in kürze ein Hostel für Rucksackreisende seine Pforten öffnen wird:

siehe etwa: http://www.telegraph.co.uk/news/main.jht...rea105.xml

Eine genauere Beschreibung des Hostels findet man hier:
http://www.incut.de/hostel/

Wenn dann, wie mancherorts angekündigt, auch ein nordkoreanischen Restaurant beim Hostel seinen Betrieb aufnehmen wird, möchte ich dem Hostel samt Restaurant gerne mal einen Besuch abstatten.

LG, Kuwolsan
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#2
In unserer Lokalzeitung MOZ (http://www.moz.de) ist heute ein Beitrag zu diesem Thema.
Dort wird berichtet, daß die Bauten in den 70er Jahren im Diplomatenviertel der
DDR erstellt wurden.
In dem Gebäude war damals die Konsularabteilung der KDVR.
Jetzt wird das Gebäude von der Berliner Akademie für Physiotherapie, einem nicht näher bezeichneten renomierten Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen sowie von der koreanischen Botschaft genutzt (laut MOZ).
Weiter laut MOZ:
"Ein Sprecher der Botschaft in Nordkorea wusste angeblich nichts von einem Hotel
auf eigenem Grund und bezeichnete diese Berichte als "Feindpropaganda". Weil die Japaner Gegner Nordkoreas seien, hätten sie vermutlich diese Gerüchte gestreut.
Nichtsdestotrotz wird in dem Gebäude auf dem Gelände der nordkoreanischen Botschaft eifrig gebaut. In der Lobby steht schon die Rezeption, und über dem Eingang prangt in gelben Lettern auf blauem Grund "City Hostel Berlin". Direckt nebenan weht die nordkoreanische Flagge"
Ende Zitat MOZ.
Nun stellt sich die Frage, wer Eigentümer dieser Einrichtung ist.
Die Botschaft kann ja in angemieteten Räumen sein.
Und: ist es überhaupt wahr oder Propaganda.
Ich werde hinfahren.
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#3
Das Gebäude gehört der koreanischen Botschaft und wird nun u. a. an das genannte Hostel vermietet. Die Botschaft deckt mit den Einnahmen einen Teil der eigenen Kosten. Das Gebäude unterliegt aber nicht der ex-territorialen Regelung und ist somit auch kein Staatsgebiet der DVRK, um diese Frage gleich vorweg zu beantworten. Wink
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#4
Das schöne Wetter heute in Berlin hab ich genutzt, um mich ein wenig umzusehen.
Die Gebäude befinden sich direckt am U-Bahnhof Mohrenstraße, früher auch als Thälmannplatz oder auch Otto-Grothewohl-Straße, je nachdem wer gerade populär war, bekannt. Es war für uns die letzte Station.
Es handelt sich um zwei einzelstehende Gebäude, im rechten Winkel zueinander.
Beide Gebäude sind von einem gemeinsamen hohen Metallzaun umgeben.
Ein Gebäude steht mit der Front zur Glinkastraße, dies ist das Gebäude in dem Bauarbeiten stattfinden, das andere steht in der Mohrenstraße, hat von dort aber keinen Zugang.
Der Zugang zum zweiten Gebäude erfolgt von der Glinkastraße, die Eingänge sind auf dem Hof.
Die Werbeschilder des Hostels waren, jedenfalls heute, mit Plastikfolie überklebt.
Also "Feindpropaganda" scheint es nicht zu sein.
Zu übersehen ist es auch nicht.
Der Botschaftssprecher wird einfach nicht gewußt haben, was er sagen durfte.
Die ex-territoriale Regelung von Gebäuden interessiert mich persönlich seit 1989 nicht mehr. Ich bin nicht mehr in dem Alter, um Republikflucht zu begehen.
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#5
Hier einige Info´s zum City Hostel Berlin Glinkastrasse, inkl. Foto:

http://www.cityhostel-berlin.com/

Bei meinem letzten Besuch in der Botschaft war das Hostel bereits eröffnet und anscheinend sehr gut belegt. Vor dem Eingang tummelten sich ganze Horden von Schulklassen, viele sprachen Englisch und sogar Niederländisch.
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#6
Habe es letztens endlich mal geschafft zur Botschaft zu gehen.
An der zum Innenhof gerichteten Wand fiel mir ein koreanischer Schriftzug auf, kann jemand übersetzen ?



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#7
(19.01.2012, 21:08)ml91 schrieb: Habe es letztens endlich mal geschafft zur Botschaft zu gehen.
An der zum Innenhof gerichteten Wand fiel mir ein koreanischer Schriftzug auf, kann jemand übersetzen ?
http://www.flickr.com/photos/oldmancu/6114213268/
Den "Großen Führer Genossen Kim Il Sung" kann ich am Satzanfang auch noch selbst entziffern, ansonsten hilft uns flickr in seinen Kommentaren weiter, dass er immer bei uns sein wird, laut dieser Losung.

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#8
Der Text lautet übersetzt: 'Der große Führer Kamerad Kim Il Seong bleibt ewig bei uns.' Da der Kommunismus kein Leben nach dem Tod kennt, soll das wohl heissen, dass die Erinnerungen an den 'großen Führer' auf ewig bei der nordkoreanischen Bevölkerung sein wird...
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#9
Hallo Meister Bär,

Zu deiner Interpretation, ob die Nordkoreaner in bloßer Erinnerung an den "Ewigen" leben?
Das bedeutet, sie könnten ja jetzt und in Zukunft z.B. dem Kapitalismus frönen und quasi als Nostalgikum die Erinnerung an den "Ewigen" aufrecht erhalten?
Ich meine, die Nordkoreaner (zumindest ein großer Teil der Nordkoreaner) leben nach wie vor mit Ihm, durch Ihn und in Ihm, als dass er nur Erinnerung wäre ...
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#10
Der Kapitalismus würde aber den Weisungen des Präsidenten wiedersprechen Wink
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