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Beobachtungen in Nordkorea
#21
(08.09.2012, 15:24)Juche schrieb: Was ich mag und nicht mag wirst du wohl am allerwenigsten wissen. Man merkt dir im übrigen die Unwissenheit über dieses Land förmlich an, denn von den drei genannten Punkten traf meines Wissens keines so zu, wie du es beschreibst.
Und das mit dem Handy kann ja schon mal gar nicht stimmen, weil man das Handy vorher abgibt Tongue
Fotografien kann man auch wie man will (außer militärische Geräte natürlich, aber das ist in jedem Land so).
Fazit: Wer sich für andere Länder interessiert, und die dortigen Verhaltensweisen akzeptiert wird keine Probleme haben. Wer gleich mit der Tür ins Haus fällt und nur negatives sehen will, kann gleich zu Hause bleiben, da man dann nicht offen für neues ist.
Meiner Meinung nach hast du eine völlig unbegründete Angst in dir - werde sie los, und entdecke neues.

Handyentzug ist natürlich auch eine Art der Kontrolle. Wenn ich nicht will, dass jemand Telefonate führt ohne, dass er den Inhalt kennt, dann verbietet es eben einfach! Welchen Grund bzw. aus welchen nachvollziehbaren Grund wird mir am Flughafen das Handy abgenommen. Aus Führsorge, dass es nicht verloren geht? In der DDR waren Kopierer absolut verboten, das vervielfältigen von Schriften wie Liedzettel z.B. in unserer Kirchgemeinde, mußte mit Anzahl und Inhalt gemeldet werden!!!
Das Kopiererverbot war bestimmt nicht aus dem Grund der Vorbeugung einer Tonervergiftung eingeführt worden. Man lies einfach nur soviel Vervielfälltigungsgeräte(Lichtpausegeräte und Schreibmaschinen mit Durchschlag) zu, wie man in der Lage war zu kontrollieren. Was es nicht gibt, muss man nicht kontrollieren!
@Juche Dein unter Fazit aufgeführtes Resümee gilt grundsätzlich beim Bereisen eines jeden Landes, egal ob in der Guppe geführt, oder auf eigene Faust. Allerdings läst sich daraus keine Legitimation für einen Zwang ableiten, unbedingt einen Reiseleiter samt Aufsichtspersonal buchen zu müssen, die jede individuellen Schritt in Nordkorea unterbinden!
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#22
(08.09.2012, 15:24)Juche schrieb: Fotografien kann man auch wie man will (außer militärische Geräte natürlich, aber das ist in jedem Land so).
Was so nicht stimmt.
Militärische Geräte habe ich auch fotografiert....im Koreakriegsmuseum Big Grin
Fotografieren kann man nicht wie man will.
Wenn ich mich an das alles hielte, was uns nicht erlaubt wurde abzulichten, hätte ich bestimmt ein Viertel Fotos und Film löschen müssen: arbeitende Menschen, oder solche in Arbeitskleidung. Armeeangehörige....
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#23
(11.09.2012, 11:21)Martin schrieb:
(08.09.2012, 15:24)Juche schrieb: Fotografien kann man auch wie man will (außer militärische Geräte natürlich, aber das ist in jedem Land so).
Was so nicht stimmt.
Militärische Geräte habe ich auch fotografiert....im Koreakriegsmuseum Big Grin
Fotografieren kann man nicht wie man will.
Wenn ich mich an das alles hielte, was uns nicht erlaubt wurde abzulichten, hätte ich bestimmt ein Viertel Fotos und Film löschen müssen: arbeitende Menschen, oder solche in Arbeitskleidung. Armeeangehörige....

Musstest du aber dennoch nicht, oder? Mir ging es darum zu beweisen, dass man die DVRK längst nicht so negativ zu bewerten kann, wie er es gerne hätte.
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#24
Zu der ewig schon diskutierten Frage, der Abgabe des Handys bei Einreise, fällt mir folgende ernstgemeinte Frage ein:

Wenn ein Tourist nun ohne Handy anreist, also garkeins bei hat, ist er doch inzwischen äußerst verdächtig, oder?

Ist sowas schon passiert?
Ich wäre nähmlich so einer. Für die Genossen der Einreise sicher eine Sensation und ein Problem?!
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#25
(11.09.2012, 13:39)Juche schrieb: Mir ging es darum zu beweisen, dass man die DVRK längst nicht so negativ zu bewerten kann, wie er es gerne hätte.
"es gerne hätte" ist immer noch Konjunktiv und mit subjektiven Aussagen "beweist" man gar nichts.

(11.09.2012, 14:05)Gorbatz schrieb: Zu der ewig schon diskutierten Frage, der Abgabe des Handys bei Einreise, fällt mir folgende ernstgemeinte Frage ein:

Wenn ein Tourist nun ohne Handy anreist, also garkeins bei hat, ist er doch inzwischen äußerst verdächtig, oder?

Ist sowas schon passiert?
Ich wäre nämlich so einer. Für die Genossen der Einreise sicher eine Sensation und ein Problem?!

Nein. Ich bin auch ein "notorischer" Mobiltelefon-Ignorant und nehme nie ein solches mit auf Reisen.
In unserer Reisegruppe hatten meinem Wissen nach Viele keines mit.
Da war nichts und niemand verdächtig.
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#26




Es handelt sich um das Video "Die Woche der Kanzlerin", das die Bundesregierung veröffentlicht. Ab Minute 2:40 wird es interessant. Da landet die Kanzlerin nämlich in China, und wird fortan ständig von vielen männlichen Chinesen umschwirrt.
Besonders die Regierungskonsultation bei Minute 3:45 ist interessant. Hier sind ja ausschließlich einflussreiche Chinesen zu sehen, die auch dementsprechend auf ihre Außenwirkung achten müssten. Zwar ist der Brillenanteil etwas höher als bei den Deutschen, jedoch nicht so hoch wie ich es auch von Chinesen gewohnt bin.

Ändert sich dort vielleicht der Trend? Ich gehe davon aus, das bei den deutschen bestimmt Menschen mit Kontaktlinsen oder gelaserten Augen dabi sind.
Vielleicht ist das in China jetzt auch beliebt?
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#27
(08.09.2012, 15:54)Blauer Apfel schrieb: Chinesische Brillen scheinen also fuer Koreaner attraktiv zu sein, wahrscheinlich ist die Auswahl groesser, evt. auch billiger, da in China Brillen ja in riesigen Stueckzahlen produziert werden.
Die Stückzahl ist nicht so entscheidend, sondern vielmehr ein niedriger Handwerkslohn beim Schleifen der Gläser. So habe ich mir meine Brille in Thailand machen lassen. Das (japanische, nicht nachgemachte) Gestell kostete nicht viel weniger als hierzulande, aber die Gläser (auch offizielle Markenware) ergaben eine Ersparnis von mehreren hundert Euro.

Wie es mittlerweile in China aussieht, weiß ich nicht, aber Thailand gibt es sehr viele Augen-OP- und vor allem Schönheitschirugie-Kliniken. Die von Europäern, Amerikanern und Japanern leben.

Um der evtl. wahrscheinlichen Ausbeutungsdiskussion vorzukommen: ich habe mit meinen Bestellungen dort mehr Menschen geholfen (etwa dem burmesischen Schneider mit seiner kinderreichen Familie, der meine Maßanzüge angefertigt hat) und ein besseres Gefühl gehabt, als wenn ich das Geld (was ich hierzulande gar nicht dafür aufbringen wollte) in D wirklich nicht schlecht verdienenden Berufsgruppen in den Rachen geschmissen hätte.
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#28
Die Entscheidung was und wo man kauft istund bleicbt wohl immer zweischneidig.
Es wird da wohl nie die optimale und absolut richtige Lösung geben.
Viele NGO´s sehen das wie Du, lieber beim armen ...sagen wir Burmesen kaufen, als gar nicht kaufen.
Die Fair-Trade-Bewegung versucht dies Dilemma schon lange zu verbessern.
Und selbst da geht manches schief.
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#29
(11.09.2012, 11:01)NGO schrieb: Welchen Grund bzw. aus welchen nachvollziehbaren Grund wird mir am Flughafen das Handy abgenommen. Aus Führsorge, dass es nicht verloren geht?

In einem englischsprachigen DPRK-Forum habe ich vor einigen Jahren gelesen, Handy muesse man - wie auch Radiogeraete und alle anderen Empfaenger - abgeben, da man mit geringem technischen Aufwand jeden Empfaenger zu einem Sender umbauen kann und mittels diesem Kontakt nach Aussen aufnehmen koennte, insbesondere koennte man die - so hiess es damals - Marionetten im Suedteil des Landes sowie die dort stationierten US-Agressoren zu einer Invasion aufrufen.

Aus diesem Grund ist die Einfuhr saemtlicher Empfaenger (wozu auch Handies gehoeren, aber auch GPS-Empfaenger) verboten. Handies, die in der DPRK im Umlauf sind, sind vielleicht speziell verarbeitet oder versiegelt, dass man diese nicht so einfach umbauen kann??
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#30
(11.09.2012, 11:01)NGO schrieb: Handyentzug ist natürlich auch eine Art der Kontrolle. Wenn ich nicht will, dass jemand Telefonate führt ohne, dass er den Inhalt kennt, dann verbietet es eben einfach! Welchen Grund bzw. aus welchen nachvollziehbaren Grund wird mir am Flughafen das Handy abgenommen. Aus Führsorge, dass es nicht verloren geht? In der DDR waren Kopierer absolut verboten,

Nicht nur die. Mobiltelefone (also damals die kiloschweren A-Netz-Klötze als Autotelefone) waren auch nicht erlaubt. Sie durften nicht eingeführt werden und bei Transitreisen nach Berlin(West) mußten sie an der Grenze angegeben werden und wurden -wie heutzutage Mobiltelefone in Nordkorea- versiegelt. Das Siegel wurde bei der Ausreise wieder entfernt.

Ebenfalls verboten ware Diktiergeräte (ob die Jüngeren hier wissen, wie dort die Entwicklung verlaufen ist? In den 50ern Schallplattentechnik, ab den späten 60ern Magnetband-Kassetten, zuerst die regulären wie die Musikkassetten, dann knapp halb so große Teile, wobei die Geräte so groß waren wie die Handys vor 20 Jahren).
Oh, was gab es für eine Aufregung, als ich mit einem Schulfreund 1988 zur Leipziger Herbstmesse reiste und die Grenzerin bei der Kontrolle eine Diktiergerätkassette im Koffer meines Kumpels fand. Er hatte sie beim Packen nicht in der Seitentasche bemerkt. Nur weil wir das besondere Messe-Visum hatten, wurden wir nicht wieder zurückgeschickt. Als normaler DDR-Besucher wäre das nämlich der Fall gewesen, wie wir eindringlich ermahnt wurden! Die Kassette wurde konfisziert.


Erstaunlich, was für ein wichtiges, immer wieder wenn es um Reisen in die DPRK geht, aufgewärmtes Thema das Handyverbot dort ist. Da sieht man, wie erschreckend hysterisch viele Zeitgenossen wegen den blöden Quäken agieren.
Man kann übrigens auch ohne überleben. Wie mein Mitreisender, der keines besitzt. Und dennoch hat er schon mehr als 120 Länder bereist.

Ich werde meins mitnehmen (was ich sonst ohnehin nur als Telefonbuch und Wecker nutze), nur aus einem Grund: falls der Rückflug Verspätung haben sollte und ich meiner Frau Bescheid geben kann, wann ich wo auftauchen werde (oder eben nicht).

(08.09.2012, 15:24)Juche schrieb: Fazit: Wer sich für andere Länder interessiert, und die dortigen Verhaltensweisen akzeptiert wird keine Probleme haben. Wer gleich mit der Tür ins Haus fällt und nur negatives sehen will, kann gleich zu Hause bleiben, da man dann nicht offen für neues ist.
Meiner Meinung nach hast du eine völlig unbegründete Angst in dir - werde sie los, und entdecke neues.

Da würden wir es doch ein wenig begrüßen, wenn Du uns mal Deine Erfahrungen in der Hinsicht schildern würdest. Irgendwie ist bisher zu dem Thema noch nicht so recht was von Dir gekommen.
Wie oft warst Du schon in Nordkorea? Oder in anderen sozialistischen (ja, ich präzisiere: a) als sozialistisch angesehene, oder b) sich sozialistisch bezeichnende) Ländern?
Oder hast Du gar schon mal die Bösen besucht?
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