Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Magazin "Kultur Korea"
#1
Die Kulturabteilung der südkoreanischen Botschaft gibt vierteljährlich das Magazin "Kultur Korea" heraus, i.d.R. mit jeweils einem Schwerpunktthema.

Ausgabe 1/2011: Deutsches Leben in Korea
Ausgabe 2/2011: Freizeitgestaltung auf Koreanisch
Ausgabe 3/2011: Frauen in Korea
Ausgabe 4/2011: Familie und Partnerschaft in Korea
Ausgabe 1/2012: Interkultureller Austausch
Ausgabe 2/2012: Religion und Glaube in Korea

http://www.nordkorea-info.de

Für preisgünstige Nordkorea-Rundreisen: Infos hier.
Antworten
#2
Heute erhielt ich die neuste Ausgabe.
"Spezial: Koreas Meere, Inseln und Strände"
Hammer, Sichel, Badetuch. Badeurlaub in Nordkorea
Der alte Mann und das Wattenmeer. Gezeitenkraft als Fluch und Segen
Fischköpfe am Landesende: eine Reise nach Jeollado, das Land der Farben


Online ist die aktuelle Ausgabe bisher noch nicht.
Antworten
#3
Diese Kulturzeitschrift lese ich auch sehr gerne, doch diesmal bin ich sehr enttäuscht, dass man den schon 2010 in Mare und im Spiegel erschienenen Artikel mit BILD-Niveau über einen "Badeurlaub in Nordkorea" nun in diesem Magazin veröffentlicht.

Wenn man sich schon länger mit Nordkorea beschäftigt hat, bemerkt man sofort, dass der Autor große Teile seines Artikels bereits vor der Reise verfasst haben muss, ohne Sie anschl. den Tatsachen anzupassen. Der Artikel ist voller Vorurteile, Klischees, ungeprüfter, vorgefasster Meinungen. Als Möchte-gern-Journalist meint er vielleicht, die Leser erwarten eine solche Geschichte, denn die Wahrheit würden sie nicht für wahr halten, doch kann man einem Autor, der die Koreaner belügt, glauben, was er in seinem Artikel schreibt, oder belügt er seine Leser etwa auch?

Der Bericht enthält leider viele Vorurteile, die so nicht den Tatsachen entsprechen. So sind z.B. die Reiseleiter auch tatsächlich Reiseleiter, und nicht "Leute vom Geheimdienst". Ich reise sehr oft nach Nordkorea, aber es hat mir noch nie jemand diese "Regeln Nummer 1, 2, 3" genannt. Selbstverständlich gibt es gewisse Vorschriften zum Thema "Fotografieren", doch es wird nicht erwartet, dass man sich jedes einzelne Foto absegnen lassen muss. Es ist auch nicht verboten, in der Nähe des Hotels allein spazieren zu gehen. Und wenn man sich in Nordkorea eine Zeitung kauft, dann sicherlich nicht, um etwas darin einzuwickeln, sondern um sie zu lesen und als "Souvenir" mit nach Hause zu nehmen. Pyongyang ist übrigens auch nicht durch "graue Betonklötze" geprägt, sondern durch eine einzigartige landestypische sozialistische Architektur, die traditionelle Formen mit in das Gesamtbild aufnimmt und die durch sehr viele Bäume und Grünanlagen bereichert wird.
http://www.nordkorea-info.de

Für preisgünstige Nordkorea-Rundreisen: Infos hier.
Antworten
#4
sind diese Angaben wirklich so falsch?

Natürlich sind Reiseleider Reiseleiter, aber ist es nicht naheliegend, dass sie Kontakte zum Inlandsgeheimdienst haben (ich bin davon überzeugt, dass die meisten DDR-Reiseleiter auch Kontakte zur Stasi hatten; die wäre ja blöd gewesen, wenn sie sich diese Informationsquelle nicht erschlossen bzw. die Reiseleiter nicht diszipliniert hätte).

Darf man wirklich allein aus dem Hotel heraus und irgendwohin spazieren? So wie ich die Beiträge hier im Forum verstanden hatte, kann man eben unbegleitet nicht vom Hotelgelände runter.

Man kauft sicherlich nicht eine Zeitung, um etwas darin einzuwickeln. Aber in alte Zeitungen darf man eben auch nichts einwickeln, das dürfte wohl der Punkt sein...
Antworten
#5
In der DVRK herrschen halt eben andere Gepflogeheiten als im Ausland. Ich habe mal von einem Fall gelesen, wo ein schwedischer Diplomat eine Zigarette an einer Zeitung ausgedrückt hat, wo ganz groß Kim Il Sung drauf abgebildet war. Die Hotelmitarbeiterin, die das mitgekriegt hat, hatte sofort die Polizei gerufen, der schwedische Diplomat wurde auf dem Polizeirevier einem Verhör unterzogen, und musste danach wieder nach Schweden reisen.
Antworten
#6
(24.06.2012, 13:09)Schwabe schrieb: sind diese Angaben wirklich so falsch?

Natürlich sind Reiseleider Reiseleiter, aber ist es nicht naheliegend, dass sie Kontakte zum Inlandsgeheimdienst haben (ich bin davon überzeugt, dass die meisten DDR-Reiseleiter auch Kontakte zur Stasi hatten; die wäre ja blöd gewesen, wenn sie sich diese Informationsquelle nicht erschlossen bzw. die Reiseleiter nicht diszipliniert hätte).

Wohl ein Dauerbrenner im Forum Wink.

Mir erschließt sich wirklich nicht ganz warum die Erfahrungen von Nordkoreareisenden die seit Jahren die DVRK besuchen oder sogar als Reisevaranstalter dorthin tätig sind, direkt in Frage gestellt werden, anstatt jene von Kurzbesuchern und Journalisten die gleich die unwahrscheinlichsten und teils an den Haaren herbeigezogenen Storys kreieren nur um daraus Profit zu schlagen?
Meist dann auch von Leuten die selbst noch nie dort waren. Warum will man eigentlich immer nur an das Negative teils verdrehte glauben?

(24.06.2012, 13:09)Schwabe schrieb: Darf man wirklich allein aus dem Hotel heraus und irgendwohin spazieren? So wie ich die Beiträge hier im Forum verstanden hatte, kann man eben unbegleitet nicht vom Hotelgelände runter.

Man kauft sicherlich nicht eine Zeitung, um etwas darin einzuwickeln. Aber in alte Zeitungen darf man eben auch nichts einwickeln, das dürfte wohl der Punkt sein...

Ich habe bereits mehrere Alleingänge in Pyongyang, ohne guides genossen. Tags wie auch in der Dunkelheit. Wenn man sich richtig verhält darf man gerne meißt ohne Kamera losziehen. Natürlich nicht an jeden Ort. So sind die allgemein bekannten, aktuellen Regelungen. Natürlich gilt dies nicht für Reisende die sich wie die Axt im Wald benehmen, mit einem Koffer Vorurteile einreisen und eben bisher noch für US Bürger.
Antworten
#7
(24.06.2012, 14:44)Bulungi schrieb: Mir erschließt sich wirklich nicht ganz warum die Erfahrungen von Nordkoreareisenden die seit Jahren die DVRK besuchen oder sogar als Reisevaranstalter dorthin tätig sind, direkt in Frage gestellt werden, anstatt jene von Kurzbesuchern und Journalisten die gleich die unwahrscheinlichsten und teils an den Haaren herbeigezogenen Storys kreieren nur um daraus Profit zu schlagen?
Meist dann auch von Leuten die selbst noch nie dort waren. Warum will man eigentlich immer nur an das Negative teils verdrehte glauben?
Weil die Leute eben lieber offensichtlichen Blödsinn glauben. Liest sich schöner Rolleyes

Zum Artikel: Nun ja, die übliche Ansammlung an Gerüchten und Vorurteilen gepaart mit der bei uns üblichen journalistischen Arroganz. Aber wenigstens wissen jetzt auch die Leute die nur Blödsinn von solchem Niveau glauben, dass es in Nordkorea schöne Badestrande gibt, sehen wirs mal positiv Tongue Sind wirklich einen Besuch wert wenn man an der Ostküste unterwegs ist im Raum Wonsan oder Hamhung. War mal ein paar Stunden an dem hier beschriebenen Strand als auch zum Übernachten am Madzon-Strand bei Hamhung, da gibts schöne Ferienhäuschen direkt am Meer.
Antworten
#8
(24.06.2012, 15:33)Schwabe schrieb: Danke für deinen Beitrag. Das mit den Alleingaengen wusste ich nicht. Es scheint eine neuere Entwicklung zu sein.

Es geht wirklich. Aber es ist eben sehr davon abhänig wie die Stimmung, das Verhalten und das Interesse von Besuchern gegenüber dem Land und den guides ist.
In den Berichten á la "Aus dem finsteren Nordkorea" wird natürlich von solchen Freiheiten, Veränderungen und positiven Erlebnissen kaum berichtet.

(24.06.2012, 15:33)Schwabe schrieb: Das andere Thema will ich jetzt nicht zu weit auswalzen, denn niemand weiß etwas Definitives. Nur in natürlich kein Radiosender wissen, wem Schuhe koreanischen Leiter Bericht erstatten.

...? Wie war das genau gemeint? Sicher ein Tipfehler.

@Sepp. Ich sehe das genauso. So hat es wiederum seine positiven Seiten Wink.

In Wonsan Madzon-Strand und Chilbosan waren wir auch teils im Meer baden. Auch sahen wir dabei Koreaner die das gleiche taten und Spaß hatten. Nur die Quallen bei Hamhung wollten uns nicht zu weit herausschwimmen lassen. Die Küsten sind teils wunderschön und ursprünglich. Die schönsten Abschnitte (wenn auch nicht alle zugänglich) sind mit jene an der felsigen Ostküste, zwischen Hamhung und Chilbosan.
Antworten
#9
Nun auch online einsehbar:

Ausgabe 3/2012: Koreas Meere, Inseln und Strände
Antworten
#10
Danke für den Link. Auch Südkorea scheint jenseits der Politik viele schöne Ecken zu haben.
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste