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Fotodokumentation: Unmenschliche Verbrechen Japans am koreanischen Volk
#2
Der "link" zur Naenara-Seite funktioniert bei mir leider nicht.

Aber ich möchte gleich auf den ersten Satz des Naenara-Textes:
"In der Vergangenheit hatte Japan Korea mit Waffengewalt besetzt und verübte während seiner fast ein Halbjahrhundert langen berüchtigten Kolonialherrschaft untilgbare Verbrechen. ..." eingehen.

Solche Sätze sind, meiner Meinung nach, absichtlich so ungenau und allgemein geschrieben, um möglicher Kritik nicht ausgesetzt sein zu müssen.

Das letzte Mal, dass Japan die koreanische Halbinsel mit Waffengewalt besetzte, war von 1592 bis 1598. Nach dem Tod des japanischen Shoguns zogen sich die Japaner wieder auf ihre Inseln zurück.
Im Jahr 1894 kamen die Japaner wiederum mit Waffengewalt nach Korea, um einen gegen den koreanischen König gerichteten Bauernaufstand (die sogenannte Tonghak-Rebellion) niederzuschlagen. (Die koreanischen Sicherheitskräfte waren damals bereits zu schwach dazu). Die Folge daraus war der Chinesisch-Japanische Krieg auf koreanischen Boden, bei dem die Koreaner nur passive Zuschauer waren.

Und nun kommen wir zur Kolonialzeit: diese wurde nicht durch "abscheuliche Waffengewalt", sondern durch einen Vertrag zwischen Japan und Korea eingeleitet: dem sogenannten Ulsa-Vetrag von 1905 (Ulsa oder Eulsa ist die chinesische Jahresbezeichnung), im Westen auch als Protektorats-Vetrag bezeichnet, der den Japanern allmählich immer mehr Regierungsgewalt in Korea zusicherte.

Dieser Vertrag hatte die stillschweigende Zustimmung der damaligen westlichen Großmächte (Korea wurde quasi verkauft) und
wurde durch die praktische Nichtexistenz (bzw. Schwäche) eines koreanischen Sicherheitsapparates (also Militär und Polizei) begünstigt.

Der größte Aufstand der Koreaner gegen die japanische Kolonialherrschaft war am 1. März 1919 (ist in Südkorea eine Feiertag) und wurde vor allem von religiösen Gruppen (Protestanten, Buddhisten, Chondoisten) organisiert.

Das gegenwärtige politische Programm der DPRK beinhaltet u. a. deshalb einen starken Sicherheitsapparat, weil man die gut 100 Jahre zurückliegenden für Korea schmachvollen Erfahrungen in Zukunft vermeiden möchte.
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RE: Fotodokumentation: Unmenschliche Verbrechen Japans am koreanischen Volk - von Kuwolsan - 06.12.2008, 10:36

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