16.09.2012, 02:58
(16.09.2012, 00:51)Blauer Apfel schrieb: Ich will nur mal einen Hinweis geben.
Nach meiner Kenntnis, u.a. auch Diskussionen mit dem Reiseleiter in Nordkorea, wird das Verhältnis zwischen traditionellen Arbeitern und Hochschulabsolventen ("Intellektuellen") in Nordkorea besser gehandhabt, als in der DDR.
In Nordkorea wird der Beitrag der Intellektuellen zum Aufbau des Landes entsprechend gewürdigt, materiell, moralisch.
Gute Fachleute, Akademiker, Ingenieure z.B., werden in China händeringend gesucht. Ich habe aber noch nie gehört, daß Ingenieure oder Ärzte (illegal) nach China zum arbeiten kommen. Wenn, dann sind es niedrig qualifizierte Leute.
Keine Ahnung wie das Verhältnis zwischen Intellektuellen und Arbeitern in NK ist, ich kann nur etwas zur DDR sagen. Ein Lehrer in der DDR hat z.B. weniger als ein guter Facharbeiter bekommen. Allerdings war das Ansehen eines Intellektuellen unter der Bevölkerung nicht schlecht.
Ein Autolackierer konnte in der DDR unter der Hand durchaus das 3-4 fache verdienen. Viele LPG Bauern haben ihr eigenes Vieh mit Futter aus LPG Beständen gefüttert und dann an die LPG weiterverkauft. Ein Lehrer hatte wenig Möglichkeiten sein Einkommen durch eine Nebentätigkeit aufzubessern.
Das China händeringend Fachkräfte sucht ist nicht verwunderlich. Zum einen ist die Ausbildung echt mies in China (Berufsausbildung fehlanzeige) und findet man wirklich einen fähigen Ingenieur, dann kann man den nicht bezahlen.
