(11.09.2012, 20:37)kalksee schrieb: Es scheint eine furchtbare Tradition von Diktaturen zu sein, ganze Familien büßen zu lassen.
Mit Zivilisation hat das wenig zu tun.
Es ist im Grunde genommen der Versuch, die Menschen zu erziehen und ein System "durchzudruecken", welches in der Theorie sich zwar gut liest, aber in der Praxis nur unter grosser Anstrengung und Entbehrung fuer den Einzelnen (nicht privilegierten) anwendbar ist.
Wenn das System ein "Selbstlaeufer" waere, koennte man die Grenzen oeffnen, die Menschen auslaendische Medien konsumieren lassen - sie wuerden immer wieder freiwillig in ihr Paradies zurueckkehren.
Da dem aber nicht so ist, und das weiss die Fuehrung ganz genau, darf man das Land unter normalen Umstaenden nicht verlassen (um noch mal auf's Thema zurueckzukommen), wird die Geschichtsschreibung zurechtgerueckt, der Informationsfluss gesteuert und die Menschen werden mit drastischen Methoden "erzogen", zu welchen eben auch das Wegsperren meherer Generationen gehoert.
Dass ein Baby, welches geboren wird, eigentlich gar nichts dafuer kann, dass der Opa nach Suedkorea uebergesiedelt ist, dafuer aber trotzdem leiden muss, gibt dem System etwas menschenverachtendes, oder besser gesagt, etwas "individuumverachtendes". Und das ist im Grunde ja auch das System - der einzelne zaehlt wenig - was zaehlt ist die Masse, das Auftreten und Werken dieser.
