05.09.2012, 12:54
(05.09.2012, 09:08)leyland80 schrieb: Hallo Kuwolsan !
Lieber Leser !
Ich kann deine Meinung leider fachlich nicht teilen.
Eine demographische Entwicklung ist leider nicht kurzfristig umkehrbar.
Lieber leyland80 !
So weit bist Du mit Deinen Ausführungen doch gar nicht von meiner Meinung entfernt- bei der Demographie sogar fast deckungsgleich. Das Problem lässt sich tatsächlich nicht mehr wirklich lösen. Interessant sind die Schlußfolgerungen für die Zukunft. Und wenn sich Leute hinstellen und gegen die Rente mit 67 wettern oder glauben, die Rente zahlt irgendwann der Weihnachtsmann, ist das tatsächlich ein sehr ernstes Problem, was wir schon jetzt bzw. immer noch mit Teilen der Politik und Presse haben.
Beim Thema Krieg und Schuld sehe ich allerdings Unterschiede zu Dir, wobei ich hierzu in meinem Beitrag gar nichts gesagt hatte. Das Eingreifen in Afghanistan und auch in Lybien oder Serbien hat auch heute noch meine Zustimmung. Weder waren die Gründe vorgeschoben noch waren die Einsätze moralisch und ethisch unvertretbar.
Bezüglich Irak sehe ich das differenzierter. Letztlich hat es den richtigen erwischt, Gründe und Moral sind jedoch höchst diskutabel. Deutschland hat ja dort gottlob nicht mitgemacht und auch in Lybien sind wir höchstens mit kleinen Gefälligkeiten im Hintergrund dabeigewesen.
Und zu den Gehältern/ Ablösesummen: zum einen ist das nicht miteinander vergleichbar. Und wenn die Bayern sich 40 Mio. für Martinez glauben leisten zu müssen, ist das eine unternehmerische Entscheidung. Bayern München ist ein denkbar schlechtes Beispiel für schlechte Unternehmensführung oder zu wenig Visionen und Tatkraft.
Banker müssen letztlich auch nach Marktpreis bezahlt werden, wie Fußballer. So ist das bei knappen Gütern, um die viele werben.
Leider werden Banker bzw. Vorstände, wenn sie Mist gebaut haben, aber nie persönlich zur Verantwortung gezogen. Wenn sie unternehmerisches Risiko wirklich tragen müssten, wären mir auch 5 Mio. bei Erfolg nicht zu hoch. Die Finanzbranche ist jedoch eine spezielle und belohnt häufig nicht das, was gesellschaftlich und wirtschaftlich wünschenswert ist. Quod erat demonstrandum. Und deswegen wird da inzwischen kritischer und genauer hingeschaut, als wenn jemand sein eigenes Geld rausschmeisst und vielleicht Fehlinvestitionen tätigt, die nicht gleich ganze Länder mit in den Ruin reissen.
Aber all das dürfte füe einen verwöhnten Deutschen leichter zu schlucken sein, als auf einen Schlag sein Leben mit dem der nordkoreanischen Bevölkerung zu teilen. Das bekäme das Wort "Problem" auf einmal eine sehr direkte und existenzielle Bedeutung. Und die Gutmenschen sind dort auch ganz sicher nicht an den Hebeln.
Daher verstehe ich Dich in Deinem Vorhaben immer noch nicht.
