Reiseziele


Pyongyang

Die Hauptstadt Nordkoreas mit heute über 2 Mio. Einwohnern blickt auf eine 5.000-jährige Geschichte zurück: Sie gilt als die Wiege der koreanischen Nation und ist das Grundfundament des Landes, das politische, ökonomische und kulturelle Zentrum. Hier im Herzen des sozialistischen Koreas hatte die koreanische Revolution ihren Ursprung.

Pyongyang liegt in der Mitte der koreanischen Halbinsel im Flachland am Unterlauf des Flusses Taedong. Diese Gegend, harmonisch umgeben von Bergen, Flüssen und Ebenen, wurde wegen ihrer malerischen Landschaft und optimalen Lebensbedingungen weithin bekannt. Die Stadt zählt wegen ihrer sich in jeder Jahreszeit ändernden Reize zu den „schönsten Landschaften“.

Pyongyang ist besonders stolz auf das prachtvolle Erbe der Kultur aus dem Mittelalter und auf die Traditionen des Kampfes um den Schutz der Souveränität.

Seit jeher wurde Pyongyang als ein „Ort der Weiden“ bezeichnet, aber heute sind die Straßen auch von anderen Bäumen und mannigfaltigen Grünanlagen umsäumt, die vielen Parks sind eine Heimstätte der Vögel geworden, Fischschwärme durchziehen die Flüsse Taedong und Botong, die auch von zahlreichen Wasservögeln bevölkert werden. (mehr)


Myohyang-Gebirge

Dieses Gebirge befindet sich im Nordwesten von Korea, etwa 160 km von Pyongyang entfernt. Es hat einen Umfang von 128 km und nimmt ein 375 m² großes Gebiet ein. Die größte Erhebung ist der Biro-Gipfel (1.909 m).

Das Myohyang-Gebirge erhielt seinen Namen von dem angenehmen Duft (hyang), der von diesen Wäldern ausgeht, und der mysteriösen, seltsamen Gestalt (myo) der Berge.

Hier treten etwa 700 verschiedene Pflanzenarten auf. Ebenso reich ist auch die Tierwelt, die 33 Säugetier-, 115 Vogel- und mehr als 20 Fischarten umfasst.

Der Pohyon-Tempel, erbaut im 11. Jhd., und andere historische Bauten, steinerne Türme sowie Altertümer, die von hochentwickelter Typographie zeugen, sind hier überwiegend in ihrem Originalzustand erhalten geblieben. Hier liegt auch das Museum der Völkerfreundschaft, wo auf einer gesamten Fläche von 46.000 m² Zehntausende Geschenke ausgestellt sind, die Präsident Kim Il Sung und General Kim Jong Il von Staatsoberhäuptern und prominenten Persönlichkeiten des politischen und gesellschaftlichen Lebens aus mehr als 150 Ländern erhalten haben.


Kaesong und Panmunjom

Die Stadt Kaesong, frühere Hauptstadt des Koryo-Staates (918 – 1392), des ersten einheitlichen Staates auf der koreanischen Halbinsel, liegt unweit von Panmunjom an der militärischen Demarkationslinie, die Nord- und Südkorea voneinander trennt. Kaesong ist weltweit auch als das Herkunftsgebiet des berühmten Koryo-Ginseng bekannt.

Neben der Besichtigung von Panmunjom sind die wichtigsten touristischen Hauptattraktionen das Koryo-Museum, in dem viele wertvolle historische Altertümer zu bewundern sind, die Grabanlage des Königs Kongmin aus der Koryo-Dynastie, der 37 Meter hohe Pakjon-Wasserfall (einer der 3 größten Wasserfälle Koreas) und der buddhistische Kwanum-Tempel.


Nampo

Fährt man von Pyongyang aus 55 km westlich am Taedong-Fluss entlang, so erreicht man Nampo, eine Küstenstadt, das westliche Tor von Pyongyang. Hier gibt es Schwerindustrie, andere Großbetriebe und einen Überseehafen. 15 km von Nampo entfernt liegt das Westmeerschleusensystem, das in nur 5 Jahren errichtet wurde. Mit seinem Bau wurde der Fluss Taedong an der Stelle, wo er ins offene Meer mündet, auf einer Breite von 8 km vom Meer abgeriegelt. Von der Insel Pi, wo ein Aussichtsturm, der einen Anker symbolisiert, steht, hat man einen herrlichen Ausblick auf die Schleusenanlage und den Damm.


Wonsan

Wonsan am Koreanischen Ostmeer ist die Hauptstadt des Bezirks Kangwon und bedeutende Hafenstadt sowie kulturelles Zentrum und Erholungsort. Hier gibt es eine Werft, ein Waggonbauwerk, viele Leichtindustriefabriken und über 10 Hochschulen.

Von Pyongyang aus kann man Wonsan auf der etwa 200 km langen Autobahn erreichen, die die Ost- und Westküste der bergigen koreanischen Halbinsel miteinander verbindet.


Paektu-Gebirge

Dieses sagenumwobene Gebirge Koreas erhebt sich im nördlichen Grenzgebiet zu China. Von alters her verehren die Koreaner dieses Gebirge. Da es mit weißem Bims bedeckt ist und zu allen Jahreszeiten mit einer Schneedecke überzogen ist, wird es „Paektusan“, d.h. „weißköpfiger Berg“, genannt.

Dieser heute schlafende Vulkan war in der Zeit vor etwa einer Million Jahren bis zum 17. Jhd. aktiv. Das um den 2.750 m hohen Berg ausgedehnte Lavaplateau nimmt eine Fläche von 5.350 km² ein. Der Paektusan ist der heilige Berg der koreanischen Revolution, wo die vom Feldherren – und späteren Präsidenten – Kim Il Sung angeführte Koreanische Revolutionäre Volksarmee ihren Stützpunkt hatte und den Kampf gegen die japanische Besatzungsmacht für die Wiedergeburt der Heimat führte. Hier befindet sich auch das einstige Geheimlager mit dem Geburtshaus von General Kim Jong Il.

Die Luftlinie von Pyongyang zum Paektusan beträgt 385 km.