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Wildwest-Manieren zwischen Nordkorea und China
#6
Es wird berichtet, dass die Geiselnehmer automatische Waffen dabei hatten und vermutlich Marine Uniformen getragen haben. Daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich tatsächlich um nordkoreanisches Militär gehandelt hat, dass versucht hat, selbst für den Lebensunterhalt der Kaserne zu sorgen.

Es scheint ähnliche Vorfälle häufiger gegeben zu haben, nur dass die Nordkoreaner sonst halbwegs rechtmäßig chinesische Boote in den eigenen Gewässern abgefischt haben. Hier hat man die Boote in chinesischen Gewässern aufgebracht, was wohl auch dazu geführt hat, dass China den Fall öffentlich gemacht hat. Die Soldaten haben scheinbar versucht ihr Vorgehen nachträglich zu rechtfertigen, indem sie die Fischer gezwungen haben, ein Geständnis zu unterschreiben.

Achja, wenn hier der Eine oder Andere den korrupten westlichen Medien misstraut und daher Probleme mit der Quelle hat: Keine Sorge. Alle Infos über die Behandlung der chinesischen Fischer sind aus chinesischen Medien zitiert. Und denen kann man doch eher trauen, oder?

Quelle: http://blogs.wsj.com/korearealtime/2012/...-incident/

Was an der Sache zu bedenken ist: Ganz unabhängig davon, ob es sich bei dem Überfall um eine private Unternehmung oder eine halboffizielles militärische Aktion handelte: Was sagt das denn über die Kontrolle der Führung über das eigene Territorium. Entweder gibt es marodierende schwerbewaffnete Banden, die "quasi-somalisch" von nordkoreanischem Territorium aus agieren können, oder es gibt Militär, das so dreist ist, dass es damit die so wichtigen Beziehungen zu China in Gefahr bringt. Egal was es genau war, man wird sich in Pjöngjang wohl ein bisschen Gedanken machen....
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RE: Wildwest-Manieren zwischen Nordkorea und China - von tobid001 - 22.05.2012, 19:18

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