(06.05.2012, 16:58)gutbrod schrieb:(06.05.2012, 15:58)rroft schrieb: An die politisch-ideologisch Interessierten.
I. Entgegen den Behauptungen, dass die kommunistische Ideologie, somit auch die Juche-Idee, veraltet sei, konnte man besonders im April/Mai dieses Jahres anlässlich des 100. Geburtstages Kim Il Sungs einige Beiträge der KPD, der britischen antiimperialistischen Zweimonatszeitung "Lalkar" und der KP Großbritanniens (ML) finden, in denen die Gedanken Kim Il Sungs präzise und schöpferisch auf die heutigen Umstände angewandt wurden.
Die Logik erschließt sich mir nicht.
Heißt das, wenn in einer kleiner Splittergruppenzeitung etwas geschrieben wird, ist das ein Beweis für die Modernität einer Iderologie?
Das würde ja bedeuten, daß eine faschistische Ideologie genauso lebt und modern ist, weil in irgendeinem "Stürmer"-Heftchen der rechten Szene was darüber geschrieben wurde.
Die KPGB (ML) hat ca. 50 Mitglieder. Da ist ja unser Schul-Elternverein größer. Wenn das den Maß der Dinge ist... :-)
Übrigens die Namensgebung "KPGB ( ML)" erinnert mich an den Film "Das Leben des Brian" (Monty Phyton) dort gab es eine „Volksfront von Judäa“ die abgrundtief die "Judäische Volksfront" hasste.
Jeweils mit ca 5 Mitgliedern. Und alle waren die allein seeligmachende Front.
Es geht aber nicht um die Größe der Gruppen, sondern um die Korrektheit der dahinerstehenden Aussagen. Natürlich muss dieses ganze Abspalten auch irgendwann mal nerven, aber man ja eigentlich auf die Einheit einer Partei bestehen sollte. Wenn aber ein gewisser Teil einer Partei lernunwillig ist, dann geht es halt eben nicht anders.
@Kulwosan: Was hast du gegen die "herbeizuführende Homogenität der Volksmassen"? Deutschland wäre auch einigermaßen homogen, wenn es zum Beispiel nicht die Wanderarbeiter aus bestimmten anderen Kulturen in den 50er/60er Jahren gegeben hätte. Aber andererseits ist Korea natürlich auch wiederrum eine ganz andere Geschichte als Deutschland, wo man nicht gleich als "Rassist" verunglimpft wird, nur weil man patriotisch denkt.
