10.01.2009, 18:24
(09.01.2009, 22:35)kadarjanos schrieb: Wie kann es dann (abgesehen von der schlechten Ernte) zu einer gefährlichen Situation kommen?
Schliesslich gibt es ja noch die UN Hilfen,ohne die das Land leider immer noch nicht auskommt.
Die in Nordkorea tätige deutsche Welthungerhilfe bezweifelt die drastischen Zahlen der UN.
Zwar bestehe eine Mangelsituation, jedoch „nicht in der extremen Form“, sagte Gerhard Uhrmacher, Koordinator für Nordkorea.
Reine Nahrungsmittellieferungen seien keine Lösung. Strukturen müssten verbessert werden, etwa der Zugang zu Düngemitteln. Auch Due sagte, es sei notwendig, die Landwirtschaft zu reformieren.
Einen guten Überblick über den Zustand, das Potential, die Aussichten und ideologische Fehlplanungen der Landwirtschaft in Nordkorea geben die amerikanischen Quäker:
http://iis-db.stanford.edu/pubs/21046/Ir...y_2006.pdf
Berechtigt auch die Frage in diesem Artikel, ob es aufgrund klimatischer und topographischer Nachteile im Norden überhaupt sinnvoll ist, eine 100% Eigenversorgung mit Lebesnmittel ,die sehr kostenintensiv ist, zu erreichen oder wäre es eventuell vorteilhafter, die spärlichen finanziellen und personalen Ressourcen in eine Exportindustrie zu investieren, um mit den verdienten Devisen dann billiger produziertes Getreide am Weltmarkt zu kaufen.
