08.01.2012, 17:45
Ich will man versuchen ernsthaft auf das Thema einzugehen.
Ich hätte schon großes Interesse für ein oder mehrere Jahre in Nordkorea zu leben und zu arbeiten. Vieles in Korea erinnnert mich an die 80er in China, die schönste Zeit meines Lebens.
Allerdings, Nordkorea ist definitiv kein Einwanderungsland. Selbst Südkoreanern, die sich im Süden stark für die Wiedervereinigung entsprechende den Vorschlägen des Nordens eingesetzt haben, wurde die Immigration in den Norden verweigert. Für ihre Übersiedlungsabsichten wurden sie dann im Süden vor den Kadi gezerrt.
Etwas realistischer ist schon eine "temporäre" Auswanderung, sprich sich einen Job in Nordkorea zu suchen. Neben diplomatischem Personal sehe ich folgende Möglichkeiten:
1. Bei einer internationalen Hilfsorganisation. Wohl im Moment die größte Chance. Natürlich werden nur Leute mit bestimmter Qualifikation gesucht, z.B. Landwirtschaftsexperten.
2. Vertreter europäischer Firmen. Gibt es einige wenige. Erfahrungsgemäß suchen die meist Kandidaten aus dem eigenen Hause.
3. Einige wenige Jobs gab (gibt?) es beim Koreanischen Fremdsprachenverlag, um fremdsprachige Publikationen sprachlich zu überarbeiten. Ich habe von englischen Muttersprachlern gehört, ob es auch für deutsche Muttersprachler entsprechende Jobs gibt, weiß ich nicht.
Klar muß man sich sein, daß es sich in jedem Fall nicht um Posten für Wellness-Aussteiger handelt, sondern es wird gute Qualifikation und harte Arbeit erwartet.
Das härteste in Nordkorea sind wahrscheinlich die Winter. Obwohl Pjongyang auf dem 40 Grad liegt, kommen die Kaltfronten von Sibirien runter, da gibt es keinen Golfstrom und kein Meer dazwischen.
Anders als bei Immigranten nach Deutschland kann man sich in Nordkorea sicher sein, daß die Koreaner alles tun werden, um einem den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.
Aber: irgendwann möchte man nicht mehr priveligierter Ausländer sein, sondern ganz normal dazu gehören. In Deutschland muß man sich integrieren, in Korea wundern sich die Koreaner, wenn man sich integrieren will (das Gefühl kenne ich aus China).
Und schließlich die Sprache, Koreanisch ist für Deutsche keine Sprache, die man mal so nebenbei lernt, vor allem im fortgeschrittenen Alter ...
Trotzdem, reizen würde es mich, wenn jemand Tips hat, bitte mal melden.
Ich hätte schon großes Interesse für ein oder mehrere Jahre in Nordkorea zu leben und zu arbeiten. Vieles in Korea erinnnert mich an die 80er in China, die schönste Zeit meines Lebens.
Allerdings, Nordkorea ist definitiv kein Einwanderungsland. Selbst Südkoreanern, die sich im Süden stark für die Wiedervereinigung entsprechende den Vorschlägen des Nordens eingesetzt haben, wurde die Immigration in den Norden verweigert. Für ihre Übersiedlungsabsichten wurden sie dann im Süden vor den Kadi gezerrt.
Etwas realistischer ist schon eine "temporäre" Auswanderung, sprich sich einen Job in Nordkorea zu suchen. Neben diplomatischem Personal sehe ich folgende Möglichkeiten:
1. Bei einer internationalen Hilfsorganisation. Wohl im Moment die größte Chance. Natürlich werden nur Leute mit bestimmter Qualifikation gesucht, z.B. Landwirtschaftsexperten.
2. Vertreter europäischer Firmen. Gibt es einige wenige. Erfahrungsgemäß suchen die meist Kandidaten aus dem eigenen Hause.
3. Einige wenige Jobs gab (gibt?) es beim Koreanischen Fremdsprachenverlag, um fremdsprachige Publikationen sprachlich zu überarbeiten. Ich habe von englischen Muttersprachlern gehört, ob es auch für deutsche Muttersprachler entsprechende Jobs gibt, weiß ich nicht.
Klar muß man sich sein, daß es sich in jedem Fall nicht um Posten für Wellness-Aussteiger handelt, sondern es wird gute Qualifikation und harte Arbeit erwartet.
Das härteste in Nordkorea sind wahrscheinlich die Winter. Obwohl Pjongyang auf dem 40 Grad liegt, kommen die Kaltfronten von Sibirien runter, da gibt es keinen Golfstrom und kein Meer dazwischen.
Anders als bei Immigranten nach Deutschland kann man sich in Nordkorea sicher sein, daß die Koreaner alles tun werden, um einem den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.
Aber: irgendwann möchte man nicht mehr priveligierter Ausländer sein, sondern ganz normal dazu gehören. In Deutschland muß man sich integrieren, in Korea wundern sich die Koreaner, wenn man sich integrieren will (das Gefühl kenne ich aus China).
Und schließlich die Sprache, Koreanisch ist für Deutsche keine Sprache, die man mal so nebenbei lernt, vor allem im fortgeschrittenen Alter ...
Trotzdem, reizen würde es mich, wenn jemand Tips hat, bitte mal melden.
