(07.11.2011, 20:29)Düsseldorf schrieb: Nabend - woher hast du denn deine infos über die vielen Gulags ? Wirst ja wohl kaum persönliche Erfahrungen aufweisen, vermutlich eher zu oft Bild/RtL und ähnliche Kaliber des Qualitätsjournalismus aufgesogen haben...
Ich konsumiere definitv kein RTL Television und auch keine Bildzeitung. Die Informationen ueber Gulags finden sich bei Amnesty International. Ich finde es ein Zeichen von - wie soll ich mich ausdruecken - es stimmt mich nachdenklich, wenn jemand die Informationen einer Organisation, welche helfen moechte, mit denen von RTL und BILD gleichsetzt.
Zur konkreten Frage: Angst in ein Resozialisierungslager zu kommen habe ich keine. Auch wenn ich hier im Forum manches kritisch hinterfrage, bin ich ein grosser Fan des Grossen Fuehrers Kim Il Sung und des Lieben Fuehrers Kim Jong Il - und wuerde zumindest letzteren gerne mal (ersten kann man ja leider nur noch im Mausoleum besuchen, was sehr schade ist, denn er war weitaus charismatischer als sein Sohn) in einer seiner Residenzen besuchen (Anreise am liebsten stilecht per Eisenbahn bis zum unterirdischen Privatbahnhof) und mit ihm ueber sein Land, seine Plaene, Politik und seine Weltansichten sprechen.
Dass man in einen Gulag kommt, glaube ich nicht - denn diese gibt es ja offiziell nicht. Ich glaube auch nicht, dass die wenigen Auslaender, die dort festgehalten wurden, dort waren. Das waere zu heikel, denn damit wuerde NK ja zugeben, dass es sie gibt.
Ich glaube viel mehr, dass man bei Fehlverhalten am naechsten Tag ausgewiesen wird und das Land verlassen muss (z.B. beim Ausdruecken der Zigarette auf Kim Il Sung-Bildnis auf einer Zeitung im Hotelzimmer). Ich denke aber, wer nach Nordkorea reist, ist sich dessen bewusst, keine Briefmarken mit KIS, KJI oder KJU-Bildnis abstempeln zu lassen, keine Zeitungsseiten mit Bildern dieser Personen zu knicken oder Fragen an die guides zu stellen, welche diese in Verlegenheit bringen. Diese Recherche sollte man sich fuer zu Hause aufsparen und in Nordkorea - pardon, in Korea - einfach inhalieren, was einem gesagt wird, sich verbeugen und seine Anerkennung zeigen.
