@Sepp:
Danke. Genau das erinnert mich etwas an die unmögliche Doku die damals bei meiner ersten Tour (Bahnfans) gedreht wurde. Ohne diese als Vergleich für die hier gezeigte nehmen zu wollen. Aber zum Thema Medienagitation passt das doch ganz gut.
Es war noch eine andere Zeit aber anschließend wurden viele Fakten und Situationen auf der Reise gänzlich anders dargestellt und verdreht. Hier erlebte ich einmal hautnah, wie die Medien in dieser Sache vorgehen.
Man legte vieles so aus wie man es zur Befriedigung der Sensationslust , Profit und Quoten gerne hatte. Das wir aktiv mit den Guides übe diese Zeiten gesprochen haben und uns auch, wie euch (Sepp) der Mangel, die Lebensumstände nicht vorenthalten wurden, wurde den Leuten vor Ort damit gedankt das man diese "neue" Offenheit gar nicht im Bericht zeigte und erwähnte, die Dinge verdrehte und diese so in Schwierigkeiten brachte. Man suchte förmlich nach Negativbeispielen. Gutes Beispiel, die angeblich grimmigen Minen, auf dem nach Hauseweg befindlicher Menschen. Diese sehe ich auch jeden Tag gegen 17, 18:00 h auf dem Heimweg vom Büro. Würde man in Europa, unabhängig von Rekationen des gezeigten Landes, so vorgehen, könnte man im Nu div. Staaten zu schlimmen Armenhäusern erklären.
Ich denke viel Faszination geht auch von den Lebensumständen in der DVRK aus. Wir im Westen haben es vielfach einfach verlernt uns zu organiseren, zu imrovisieren und mit schweren Zeiten klar zu kommen. In unserer Konsumgesättigten, überladenen, Wohlstandswelt Umwelt wirken andere, alternative Lebensumstände und Gesellschaftsformen anziehend auf uns. Man kann einiges verloren gegangene von Nordkorea lernen im Westen. Das ist meine Meinung.
Man kann viele schöne, menschliche Situationen in der DVRK erleben und so wird es wie mir, vielen anderen Besuchern, auch sicher dem Tv team ergangen sein. Und wie du es @Sepp und andere Teilnehmer hier beschreiben, diejenigen die das Land gut kennen berichten ganz anders und reflektierter darüber.
(25.06.2011, 17:16)sepp811 schrieb: Es scheint bei uns auch Denkverbote zu geben, obwohl man genau das dort kritisiert. Ein Denkverbot in unseren Medien ist, die positiven Dinge Nordkoreas klar anzusprechen und sie als positiv zu bezeichnen. Das mittlerweile viel Englisch gelernt wird, dass sich die Versorgung trotz herrschender Probleme bessert, sowas wie der Vergnügungspark, die Bemühungen die Fabriken wieder zum Laufen zu bringen, die neuen Bauprojekte, etc... Dass es z. B. nach Kohle riecht von den Fabriken, zeigt ja auch z. B. dass der Zusammenbruch während der Zeit des Schweren Marsches langsam aber sicher überwunden wird. In Sinuiju konnte ich noch viel Stillstand bei den Fabriken sehen, in Hamhung qualmt es wieder im Gegensatz zu den Bildern die man etwa bei "Alltag unterm roten Stern" sieht.
Auch die Toten der Hungersnot werden vom Moderator vor der Doku angesprochen, es wird nicht erwähnt dass dies in Nordkorea offen von den Guides gesagt wird und es wird verschwiegen dass dies Vergangenheit ist. Das Thema des "Schweren Marsches" ist nichts Geheimes, es wird dazu gemacht im Westen und als andauerndes Problem präsentiert, das ist falsch. Jeder der mal in den abgelegenen Regionen des Landes unterwegs war sieht das. Wegen dieser Bericht hab ich mir schon oft die Kinder auf der Straße oder am Strand oder die Bauern genau angeschaut, Mangel und Probleme ja, verhungende Menschen gibts schon lang nicht mehr.
Danke. Genau das erinnert mich etwas an die unmögliche Doku die damals bei meiner ersten Tour (Bahnfans) gedreht wurde. Ohne diese als Vergleich für die hier gezeigte nehmen zu wollen. Aber zum Thema Medienagitation passt das doch ganz gut.
Es war noch eine andere Zeit aber anschließend wurden viele Fakten und Situationen auf der Reise gänzlich anders dargestellt und verdreht. Hier erlebte ich einmal hautnah, wie die Medien in dieser Sache vorgehen.
Man legte vieles so aus wie man es zur Befriedigung der Sensationslust , Profit und Quoten gerne hatte. Das wir aktiv mit den Guides übe diese Zeiten gesprochen haben und uns auch, wie euch (Sepp) der Mangel, die Lebensumstände nicht vorenthalten wurden, wurde den Leuten vor Ort damit gedankt das man diese "neue" Offenheit gar nicht im Bericht zeigte und erwähnte, die Dinge verdrehte und diese so in Schwierigkeiten brachte. Man suchte förmlich nach Negativbeispielen. Gutes Beispiel, die angeblich grimmigen Minen, auf dem nach Hauseweg befindlicher Menschen. Diese sehe ich auch jeden Tag gegen 17, 18:00 h auf dem Heimweg vom Büro. Würde man in Europa, unabhängig von Rekationen des gezeigten Landes, so vorgehen, könnte man im Nu div. Staaten zu schlimmen Armenhäusern erklären.
Ich denke viel Faszination geht auch von den Lebensumständen in der DVRK aus. Wir im Westen haben es vielfach einfach verlernt uns zu organiseren, zu imrovisieren und mit schweren Zeiten klar zu kommen. In unserer Konsumgesättigten, überladenen, Wohlstandswelt Umwelt wirken andere, alternative Lebensumstände und Gesellschaftsformen anziehend auf uns. Man kann einiges verloren gegangene von Nordkorea lernen im Westen. Das ist meine Meinung.
Man kann viele schöne, menschliche Situationen in der DVRK erleben und so wird es wie mir, vielen anderen Besuchern, auch sicher dem Tv team ergangen sein. Und wie du es @Sepp und andere Teilnehmer hier beschreiben, diejenigen die das Land gut kennen berichten ganz anders und reflektierter darüber.
