08.05.2014, 23:32
(18.03.2014, 19:10)dprk schrieb:(18.03.2014, 13:58)heinrich_find schrieb: Da ich ja leider noch nie in NK war würde mich interessieren ob die Darstellungen der Reise überzogen sind oder realistisch dargestellt wurden.
Das Buch habe ich noch nicht gelesen, doch im Werbetext dazu heißt es:
"Christian Eisert ist 1.500 Kilometer durch die Demokratische Volksrepublik gereist. Mit gefälschter Biographie."
Da er bzw. sein Verlag also offen zugibt, dass er ein Lügner ist, so würde ich auch den Buchinhalt nicht Ernst nehmen.
...nun ja, Lügner ist in diesem Zusammenhang ein hartes Wort. Habe es dank diesem Thread im Forum gekauft und binnen kürzester Zeit gelesen und war begeistert. Also, wahrscheinlich hat der Autor sich zu sehr von der negativen Presse über Nordkorea im Bezug auf Journalisten beeinflussen lassen und ist deswegen den Weg gegangen, seine Biographie zu schönen, da er früher Journalistisch gearbeitet hat - genauso wie seine Begleiterin. Da das Ziel der Reise ja nicht irgendwelche reißerischen Reportagen waren, die Kanonenfutter für sonstwen gewesen wären, sondern einfach Urlaub in Nordkorea zu machen und vielleicht die erwähnte "Regenbogenrutsche" (gibt's die noch?) zu finden, mussten sie diesen Weg nunmal gehen, um überhaupt die Chance einer solchen Reise zu bekommen.
Meiner Meinung nach ist das Buch sehr, sehr wohlwollend geschrieben. Es zeigt negative Aspekte behutsam auf und wirft ein distanziertes Licht auf uns völlig fremde Verhaltensweisen, in dem sie einfach sachlich beschrieben werden. Die daraus entstehende Wertung diverser Sachverhalte, entsteht im Kopf des Lesers. Daher mein Appell: gebt dem Buch eine Chance - es lohnt sich!
