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Wirtschaftliche Öffnung Nordkoreas
#5
Ein detaillierter Artikel aus dem Hamburger Abendblatt.
Zitat:"Deutschland ist für uns ein verlässlicher und guter Partner", berichtet der Botschafter Nordkoreas, Ri Si-hong, dem Hamburger CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Klimke bei einem Treffen in Berlin. [...]

"Deutschland hat bereits im vergangenen Jahr zwei Treffen zwischen Nord- und Südkorea sowie den USA organisiert", berichtet Klimke. Pjöngjang wäre nach Aussage seines Botschafters dankbar, wenn dieser Prozess weiter intensiviert werden könnte und ein internationaler runder Tisch etabliert würde. Ri habe außerdem um humanitäre Hilfe nachgefragt. Das Auswärtige Amt habe die diesbezüglichen Anfragen seines Landes bisher nicht beantwortet. Klimke sagt Klärung zu. "Wenn Hilfe notwendig ist, dann muss sie auch geleistet werden", erklärt er die deutsche Haltung in diesen Fragen.

Vor allem aber scheint es ein Interesse Nordkoreas an verstärkter wirtschaftlicher Zusammenarbeit zu geben. Der Botschafter spricht eine direkte Fluglinie Berlin-Pjöngjang an, um auch den Tourismus voranzubringen. Klimke empfiehlt, Kontakte und Gespräche auf der Berliner Internationalen Tourismusbörse zu suchen. Außerdem regt er eine Einladung des in Hamburg ansässigen Ostasienvereins (OAV) als zuständige privatwirtschaftliche Organisation für diesen Teil der Welt an - was der Botschafter interessiert aufnimmt. "Denn das ist ja alles eine Frage der Privatwirtschaft und nichts Staatliches. Als Politiker sind wir ja nur Türöffner, und wenn ich als Hamburger Türöffner für den OAV bin, ist das ja nur richtig", sagt Klimke. Von nordkoreanischer Seite aus gibt es eine Einladung an den Vorsitzenden des Bundestags-Wirtschaftsausschusses, Ernst Hinsken (CSU).

Weniger erbaut ist man in Nordkorea von deutschen Waffenlieferungen an den Süden. "Das ist eine Bedrohung von außen, die so nicht akzeptiert werden kann", protestierte Ri. Klimke sichert zu, den Bundessicherheitsrat zu informieren und eine Stellungnahme einzuholen. [...]

Trotz aller Spannungen gebe es aber weiter das Bemühen, sich dem verfeindeten Süden anzunähern. Ri hofft da auf die künftige Präsidentin Park Geun-hye. Unter der alten Führung sei alles zementiert gewesen, klagt der Vertreter der Hardliner aus dem Norden. "Aber wenn sich jetzt beide Seiten bewegen, gibt es auch Chancen für ein neues Gipfelreffen", meint er. [...]

Das klingt in meinen Ohren gut, ich bin etwas erstaunt ob der undogmatischen Äußerungen beider Seiten. Hoffentlich werden aus den Worten in Bälde Taten.
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RE: Wirtschaftliche Öffnung Nordkoreas - von PDPARTEI - 06.01.2013, 19:49

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