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Nach Todesschuessen - Nordkoreanische Soldat flieht in den Sueden
#29
Dies war meine Diensteinheit
http://de.wikipedia.org/wiki/Wachregiment_Hugo_Eberlein
Der Rhythmus war 24 Stunden Wachdienst, 24 Stunden Innendienst, dann wieder 24 Stunden Wachdienst. Bis zum durchdrehen.
Ich durfte neben dem Wachdienst im Ministerium für Nationale Verteidigung in Straußberg auch in der Fontanestraße Straußberg Wache schieben. Dort wohnten die Armeegeneräle. Was mir im Gedächtnis geblieben ist, das Einfamilienhaus von Armeegeneral Heinz Hoffmann. Warum? Ja zwei Gründe. Erstens, ich hatte nie kalte Füße, weil der Gehweg unterirdischch elektrisch beheizt wurde und selbst im Winter auf dem Gehweg vor seinem Haus der Schnee einfach wegschmolz. Zweitens weil in der Zeit die FDJ die nach Westen ausgerichteten Fernsehantennen von den Dächern der Leute herunterholte und ich im Vorgarten des Hauses des Genossen Hoffmann die Verpackung für einen Telefunken PAL-SECAM Colorfernseher entfernen mußte. Die DDR hatte SECAM, PAL wurde zum Empfang westlicher Farbfernsehsendungen benötigt. Da war es wieder, das Wasser predigen und Wein saufen.
Ach einen Vorteil konnte ich auch erhaschen. Wenn ich im Ministerium Dienst tat, lag auf dem Weg von der Kantine zum Wachgebäude der interne Verkaufsladen des Ministeriums. Zweimal habe ich es geschafft dort Nivea-Creme zu kaufen. Die gab es im normalen Handel nicht. Aber unsere Tochter war wund und meine Frau hat sich über die Creme unendlich gefreut. Das andere was es dort gab konnte ich mir nicht leisten.
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RE: Nach Todesschuessen - Nordkoreanische Soldat flieht in den Sueden - von egkr1 - 13.10.2012, 22:32

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