13.10.2012, 21:15
Ich kann nur über die NVA reden. Dort war ich im Grundwehrdienst vom September 1969 bis Mai 1971 (18 Monate). Weiterhin bin ich dreimal zur Reserve für je 3 Monate gezogen worden.
Der Grundwehrdienst liegt also schon weit zurück. Es ist uns Menschen eigen, daß das Gedächtnis eine extra Löschversion für Negatives besitzt. Ich kann nicht sagen, das die Uffz besonders dumm waren. Rein logisch glaube ich es nicht, weil der Weg zum Studium systembedingt _oft_ über die Unteroffizierslaufbahn geebnet wurde.
In der Ausbildung, speziell Strategie und Taktik, lernten wir wie Angriffe ausgetragen werden, nie wie man sich effektiv verteidigt. Die Begründung dafür war, das Angriff die beste Verteidigung wäre. Da ging es dann um x-Zeit plus Minuten Stunden oder Tagen. Nachfrage eines Soldaten zum Entsatz der tagelang unter Lebensgefahr kämpfenden Genossen führten zu der Antwort, das der erfolgreiche Angriff erst am Atlantik zum Stehen kommt.
In der Zeit des Reservedienstes, man wurde ja Älter und hörte so dies und das, wurde meine Einstellung zum Militärdienst immer negativer.
Weiße Taube, wir hatten in 18 Monaten 18 Tage Urlaub, Ausgang wurde alle 4 Wochen einmal erlaubt, Rückkehr bis 24:00 Uhr. Den Rest verbrachten wir in der Kaserne. In meiner Kompanie gab es in der Zeit zwei Selbtsmorde (einer davon aus meinem Zimmer weil er keinen Urlaub zu seiner eigenen Verlobung bekam) und ein weiterer kam ins Militärgefängnis weil er in den Offiziersklub einbrach und sich, ich glaube 4 Flaschen, Bier klaute.
So mal nebenbei. Was mich besonders erheiterte war unser strammer Betriebsparteisekretär. Ein paar Jahre nach der Wende traf ich ihn wieder und er sagte sinngemäß "Also was die Kommunisten uns für einen Scheiße erzählt haben …"
Der Grundwehrdienst liegt also schon weit zurück. Es ist uns Menschen eigen, daß das Gedächtnis eine extra Löschversion für Negatives besitzt. Ich kann nicht sagen, das die Uffz besonders dumm waren. Rein logisch glaube ich es nicht, weil der Weg zum Studium systembedingt _oft_ über die Unteroffizierslaufbahn geebnet wurde.
In der Ausbildung, speziell Strategie und Taktik, lernten wir wie Angriffe ausgetragen werden, nie wie man sich effektiv verteidigt. Die Begründung dafür war, das Angriff die beste Verteidigung wäre. Da ging es dann um x-Zeit plus Minuten Stunden oder Tagen. Nachfrage eines Soldaten zum Entsatz der tagelang unter Lebensgefahr kämpfenden Genossen führten zu der Antwort, das der erfolgreiche Angriff erst am Atlantik zum Stehen kommt.
In der Zeit des Reservedienstes, man wurde ja Älter und hörte so dies und das, wurde meine Einstellung zum Militärdienst immer negativer.
Weiße Taube, wir hatten in 18 Monaten 18 Tage Urlaub, Ausgang wurde alle 4 Wochen einmal erlaubt, Rückkehr bis 24:00 Uhr. Den Rest verbrachten wir in der Kaserne. In meiner Kompanie gab es in der Zeit zwei Selbtsmorde (einer davon aus meinem Zimmer weil er keinen Urlaub zu seiner eigenen Verlobung bekam) und ein weiterer kam ins Militärgefängnis weil er in den Offiziersklub einbrach und sich, ich glaube 4 Flaschen, Bier klaute.
So mal nebenbei. Was mich besonders erheiterte war unser strammer Betriebsparteisekretär. Ein paar Jahre nach der Wende traf ich ihn wieder und er sagte sinngemäß "Also was die Kommunisten uns für einen Scheiße erzählt haben …"
