(19.12.2011, 15:27)Songun schrieb: Ich hätte mehr Angst von dem amerikanischen Geheimdienst in irgendein Foltergefängnis in Osteuropa verschleppt zu werden, wenn ich im Internet Sympathie mit den Taliban äußerte oder mich sonstwie "verdächtig" gemacht hätte. Das ist nämlich bekannterweise wirklich schon passiert.
Mir nicht, als ich innerhalb des letzten halben Jahres zweimal die USA bereist habe. Dabei hatte ich bei der Einreiseprozedur original diese Uhr http://www.spiegel.de/politik/ausland/ge...58901.html um und Nordkorea-Reiseführer in der Hand. Hat keinen interessiert.
Jetzt mal ernsthaft: auf das Thema "Angst" werde ich wirklich von jedem angesprochen, dem ich meine Reisepläne schildere.
Nein, ich habe keine Angst. Im Gegenteil, ich gehe davon aus, daß noch weniger Gefahren lauern werden als an eigentlich allen anderen Destinationen sonstwo auf der Welt, auch in Deutschland (ja, es gibt Gegenden hier im Ruhrgebiet, wo ich mich nicht nachts alleine aufhalten mag. Und der geisterfahrenden Oma mußte ich letzten Sonntag auf einer niederländischen Autobahn ausweichen).
Natürlich bin ich mir voll bewußt, daß ich mich an die erwünschten Spielregeln zu halten habe (die vom Reisebüro zugeschickten Verhaltenshinweise umfassen 9 Seiten), um keine Probleme zu bekommen. Wobei bei ernsthaften Verstößen weder Knast, noch Folter auf einen warten (nein, ein Journalist bin ich auch nicht nebenberuflich), sondern die Ausweisung. Was ich natürlich auf jeden Fall vermeiden will, wäre schade ums Geld (preiswert ist eine DPRK-Reise nun wirklich nicht).
Dann werde ich mich halt den Wünschen der Gastgeber fügen und gut ist's. Durch die Lektüre der einschlägigen Reiseführer und -berichte bin ich ziemlich gut über die Do's und Dont's orientiert.
Das kriege ich schon hin. Jedenfalls habe ich nicht vor, wie ich es bei meinen DDR-Reisen Ende der 80er gemacht habe, vorbestimmte Grenzen zu überdehnen oder zu übertreten.
