26.07.2012, 18:21
Es ist schade, dass das Festival nicht mehr für die Touristen angeboten wird. Als ich das vorletzte Mal in N-Korea war, hing im Yanggakdo eine kleine versteckte Tafel mit dem Tagesprogramm, aber ich wurde in keinster Weise darauf hingewiesen. Wäre ich nicht neugierig, hätte ich als Tourist in Pyongyang nicht mal mitbekommen, dass es das gerade gibt... Aber scheint ein generelles Problem mit den Kulturveranstaltungen zu sein abgesehen von Arirang, auch das April-Friendship-Art-Festival wird ähnlich schlecht vermarktet; es hängen die Plakate rum, aber dass der Tourist da hin geht, scheint nicht gefragt zu sein. Es sind die Delegationen da, die TV-Teams von KCTV, aber die Tourismusbüros interessiert das alles nicht. Die Touristen sollen offensichtlich Monate vorher um die Gnade eines Besuchs fragen; dass man vor Ort mal sagt, heute oder übermorgen abend gibts das oder das, möchten Sie das sehen, das scheint nicht üblich zu sein. Schade. Denn wenn man sich die Teilnehmer ansieht oder sich auch mal mit Ihnen im Hotel oder Flugzeug unterhält, scheint da viel Interessantes geboten zu sein. Auch sehr schöne Spontanauftritte von Afrikanern im Hotel habe ich schon gesehen. Ich habe es auch schon mal erlebt, dass ein Teilnehmer am Festival die Touristen gebeten hat zu kommen am nächsten Abend und sogar extra noch schnell ne handschriftliche Einladung geschrieben hat und die Guides nur abgewimmelt haben, statt es zu organisieren. Also da muss sich noch etwas die Einstellung ändern. Man hat tolle Kultur-Veranstaltungen, mit nationaler und internationaler Besetzung, aber obs wer angucken will interessiert nicht :-(
