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Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - Druckversion

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RE: Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - egkr1 - 26.03.2012

juche
Die Reparationszahlungen wurden nach dem 17. Juni 1953 eingestellt.
Mein Arbeitsleben begann 1967.



RE: Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - teardown - 26.03.2012

(26.03.2012, 20:17)GG1949 schrieb: Weiterhin glaube ich, daß die Selbstkosten vergessen wurden von teardown.
Kredite für Maschinen, Geld für Energie, Rohmaterialien u/sw.

(26.03.2012, 18:59)Dangun schrieb: Die Maschinen gehen im Sozialistischen Betrieb natuerlich auch nie kaputt, Neuinvestitionen, Material, Werkzeuge bla bla bla....
Ich merke Du hast nie im Sozialismus gelebt.

Nö, einen Beitrag weiter unten schrieb ich:

(26.03.2012, 18:51)teardown schrieb: @egkr1
Natürlich werden Mittel für Instandhaltung und Erneuerung abgezogen, dies habe ich aber der Einfachheit halber weggelassen. Natürlich kommt das wieder den Arbeitern zu Gute, denn sie besitzen die Produktionsmittel.


Klar, in eurem antisozialistischen Eifer habt ihr das übersehen - kann schon mal passieren. Cool

Das was du hier zusammenrechnest, GG, spottet jeder Beschreibung.Big Grin Schon die Umrechnung Won - Euro ist Quatsch, denn es gilt: Was kann sich der Arbeiter in SEINEM Land für 8.000 Won/Monat leisten. Das von seinem Geld zum Teil auch eine Volksarmee bezahlt werden muss, ist aufgrund der imperialistischen Bedrohung von außen notwendig.
Die Armee, und das hast du im Forum bestimmt schon gelesen, erwirtschaftet und schafft neben den zivilen volkseigenen Betrieben auch Werte.

(26.03.2012, 19:31)NichtHurz schrieb: Aber das Unternehmen muss schließlich Gewinn machen. ...
Es werden eben keine Unternehmen gegründet nur damit die Leute bezahlt werden.

Du siehst das Ganze immer noch aus kapitalistischer Sicht.




RE: Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - NichtHurz - 26.03.2012

Ja, weil dein Beispiel, ein Beispiel aus dem Kapitalismus war. Somit ist dies die rein logische Schlussfolgerung.


RE: Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - Kuwolsan - 27.03.2012

(26.03.2012, 18:33)teardown schrieb:
(26.03.2012, 14:33)NichtHurz schrieb: Insbesondere da ein Großteil der "westlichen" Bevölkerung nicht mehr wirklich zur "Arbeiterklasse" gezählt werden kann.
Weil die Arbeitsplätze in Billiglohnländer ausgelagert wurden, oder wie meinst du das jetzt genau?

Ja, was passierte mit der Arbeiterklasse tatsächlich ?

Wie es Nichthurz meint, erklärt er selber, ich möchte hier nur zu einem Denkanstoss zu Kim Jong Ils Sichtweise über die Entwicklung der Arbeiterklasse anregen:

"Nach den herkömmlichen revolutionären Theorien des Marxismus
betrachtete man die Arbeiterklasse als die Hauptformation
der Revolution. Mitte des 19. Jahrhunderts analysierte Karl
Marx die sozialen und Klassenverhältnisse der westlichen kapitalistischen
Länder und erklärte, dass die Arbeiterklasse die
fortschrittlichste und revolutionärste Klasse ist, die die Mission
hat, die Herrschaft des Kapitals und alle Formen der Ausbeuterordnung
zu liquidieren und den Sozialismus und Kommunismus
zu verwirklichen; er definierte die Arbeiterklasse als
die führende Klasse und Hauptformation der Revolution.

Das war eine Theorie, die die Wirklichkeit der damaligen kapitalistischen
Gesellschaft widerspiegelte, und danach siegte in mehreren
Ländern der Welt die sozialistische Revolution mit der
Arbeiterklasse als Hauptkraft und kam der sozialistische Aufbau
voran. So wurde es quasi als sakrosankte Formel der Revolution
anerkannt, dass zur Verwirklichung der sozialistischen
Sache die Arbeiterklasse als Kern- und Hauptformation den
revolutionären Kampf und den Aufbau voranbringen muss.

Die Theorien und Formeln, die Marx vor 150 Jahren aufstellte,
können aber nicht der heutigen Wirklichkeit gerecht werden.
Die Zeit ist weit fortgeschritten, und das soziale Milieu, die
Klassenverhältnisse und die Lage der Arbeiterklasse haben sich
stark verändert. Mit der Weiterentwicklung des Kapitalismus,
insbesondere mit dem Fortschritt von Wissenschaft und Technik
auf hohem Niveau und dem damit anbrechenden Zeitalter der
Informationsindustrie verändert sich die Lebensgrundlage der
Arbeiterklasse und wird die Arbeit immer mehr durch die Technik
und künstliche Intelligenz erledigt. Die Reihen der Arbeiterklasse
werden intellektualisiert, und die Zahl der Werktätigen, die mit
technischer, durch künstliche Intelligenz geleisteter und geistiger
Arbeit beschäftigt sind, nimmt gegenüber der der Handarbeiter
rapide zu. Ferner festigt sich mit der Entwicklung des Kapitalismus
die Herrschaft des Monopolkapitals und nehmen die reaktionäre
bürgerliche Ideologie und Kultur weiter überhand, was das
Wachrütteln und die Bewusstseinsbildung der Arbeiterklasse
und ihre Revolutionierung stark hemmt. In Hinsicht der heutigen
Umstände sowie der Arbeit und der sozialen Lage der Arbeiterklasse
und der realen Sachlage der Arbeiterbewegung kann man
die heutige Arbeiterklasse keinesfalls mit der in der Zeit des
industriellen Kapitalismus oder der proletarischen Revolution
gleichsetzen. ...

Die Beschränktheit der marxistischen revolutionären Theorie
kam auch in der sozialistischen Gesellschaft, in der die Arbeiterklasse
und die anderen werktätigen Volksmassen zu den Herren
des Staates und der Gesellschaft geworden sind, deutlich zum
Ausdruck."


So kam eben Kim Jong Il zum Schluß, dass die Reste der Arbeiterklasse zur Fortsetzung des Kampfes für die Revolution nicht mehr fähig seien und fand - zumindest für Nordkorea - eine neue Hauptformation im Kampf um die Revolution > das Militär:

"Auf Grundlage der eingehenden Analyse der Entwicklung
der Epoche und der veränderten Gesellschafts- und Klassenverhältnisse
legte unsere Partei erstmalig in der Geschichte der
revolutionären Bewegung die Idee der Voranstellung der Armee
vor der Arbeiterklasse dar und stellte die Volksarmee als
Kern- und Hauptformation der Revolution in den Vordergrund."


Quelle: KIM JONG IL: DIE LINIE DER SONGUNREVOLUTION – EINE GROSSE
REVOLUTIONÄRE LINIE UNSERES ZEITALTERS UND DAS STETS SIEGREICHE BANNER UNSERER REVOLUTION
Gespräch mit verantwortlichen Funktionären des ZK der PdAK 29. Januar Juche 92 (2003)
(Nachlesbar bei: http://www.korea-dpr.com/users/swissjuche/?p=519)


RE: Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - teardown - 27.03.2012

(26.03.2012, 23:16)NichtHurz schrieb: Ja, weil dein Beispiel, ein Beispiel aus dem Kapitalismus war. Somit ist dies die rein logische Schlussfolgerung.
Du hast Recht, im Kapitalismus muss eine Firma Gewinne erwirtschaften, ansonsten geht sie Pleite bzw. wird von anderen Konkurrenten übernommen.


@Kuwolsan
Danke für den interessanten Denkanstoß. Ich denke das:
Ferner festigt sich mit der Entwicklung des Kapitalismus
die Herrschaft des Monopolkapitals und nehmen die reaktionäre
bürgerliche Ideologie und Kultur weiter überhand, was das
Wachrütteln und die Bewusstseinsbildung der Arbeiterklasse
und ihre Revolutionierung stark hemmt.


trifft den Zustand der Arbeiterklasse in Europa und den USA gut - leider.



RE: Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - GG1949 - 27.03.2012

(26.03.2012, 22:53)teardown schrieb: [quote='GG1949' pid='7488' dateline='1332789448']

Das was du hier zusammenrechnest, GG, spottet jeder Beschreibung.Big Grin Schon die Umrechnung Won - Euro ist Quatsch, denn es gilt: Was kann sich der Arbeiter in SEINEM Land für 8.000 Won/Monat leisten. Das von seinem Geld zum Teil auch eine Volksarmee bezahlt werden muss, ist aufgrund der imperialistischen Bedrohung von außen notwendig.
Die Armee, und das hast du im Forum bestimmt schon gelesen, erwirtschaftet und schafft neben den zivilen volkseigenen Betrieben auch Werte.


Ja- da ist sie wieder- die böse äußere Welt- Schuld an allen Mängeln und alle wollen nur die KDVR erobern.
Wer´s nach 60 jahren Testlauf noch glaubt......

Hauptsache die Bevölkerung kann man mit so einem Machtapparat ruhig halten.
Ab und zu ein Feindbild schützt vor Revolutionen.

Dann mach aber doch mal bitte einen Einkaufskorb auf Teardown, damit wir vergleichen können.
a) einen für einen kaesong-Arbeiter mit seinen 5-8000 Won
b) einen für die Mehrheit der anderen Arbeiter in der Normal-KDVR mit .. ja wie wenig eigentlich?

Ich vermute aber, so etwas ist Insiderwissen, was man auf den bleiebten geführten Reisen nicht bekommt.










RE: Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - sepp811 - 27.03.2012

(27.03.2012, 11:33)GG1949 schrieb: Ich vermute aber, so etwas ist Insiderwissen, was man auf den bleiebten geführten Reisen nicht bekommt.
Es gab vor nicht allzu langer Zeit einen Thread über das Lohnsystem, wo ich ein paar Hinweise zu den Fragen geschrieben habe.



RE: Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - Kuwolsan - 27.03.2012

(27.03.2012, 10:22)teardown schrieb: @Kuwolsan
Danke für den interessanten Denkanstoß. Ich denke das:
Ferner festigt sich mit der Entwicklung des Kapitalismus
die Herrschaft des Monopolkapitals und nehmen die reaktionäre
bürgerliche Ideologie und Kultur weiter überhand, was das
Wachrütteln und die Bewusstseinsbildung der Arbeiterklasse
und ihre Revolutionierung stark hemmt.


trifft den Zustand der Arbeiterklasse in Europa und den USA gut - leider.

Kim Jong Il wird im Juche-Korea nicht gerade deshalb die Armee anstelle der Arbeiterklasse als Hauptformation des Kampfes für die Revolution abgelöst haben, weil es der Arbeiterklasse im fernen Europa oder Amerika an Impetus mangelt ...

interessant ist weiters, dass Kim Jong Il in seinem Traktat über die Songun-Idee extra zwischen der Arbeiterklasse und den anderen werktätigen Volksmassen unterscheidet ...
ist das die übliche Beschreibungweise des Proletariats in der ML-Theorie?


RE: Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - Juche - 27.03.2012

Man muss auch immer unterscheiden, was man genau mit Arbeiterklasse meint. Meint man damit "nur" die Proletarier, oder auch die Bauern, denn Lenin und Stalin haben ja immer von einem Bündniss der Arbeiterklasse mit den Armen- und Mittelbauern gesprochen (also gegen die Großbauern/Kulaken). Von daher würde es schon Sinn ergeben.


RE: Nordkorea will Investitionsbedingungen verbessern - Kuwolsan - 27.03.2012

Dass anstelle der unfähigen Arbeiterklasse und sonstigen werktätigen Volksmassen nur die Armee die Revolution in NK vorantreiben könne, stammt ja doch aus der Feder Kim Jong Ils (wie er selber extra anmerkt: der ML wäre ja historisch erledigt ...).

Dazu nur ein Frage noch: wie läßt sichs Kim Jong Ils Songun-Idee mit der Juche-Ideologie vereinbaren ?
In der Zweiteren steht ja, dass bei der Juche-Revolution der Führer das Hirn, die Partei der Motor und die Arbeiterklasse und anderen werktätigen Volksmassen lediglich die Ausführenden sind.
Haben da jetzt die Ausführenden versagt, oder vielleicht doch das Hirn (welches den Weg austüftelt und allen die notwendigen Befehle erteilt) oder das Herz (welches den Antrieb liefern soll) ?
Letzteres kann aber prinzipiell nicht sein, deshalb wurde das ausführende Team augewechselt; aber das sehe ich so sicher falsch, oder ?