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Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - Druckversion

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RE: Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - Juche - 17.03.2012

Natürlich ist es mir klar, dass du ihn nicht magst. Allerdings kann ich nicht dulden, dass du ihn mit Adolf Hitler gleichsetzt, dass ist nämlich für mich aller unterste Schiene. Meiner Meinung nach musste er so hart regieren, weil es damals Mächte gab, die ihn stürzen wollten. Und dann war da ja auch noch die Kriegsgefahr aus Deutschland.

Hast du dir schonmal seine Schriften durchgelesen? Oder die vielen guten Dinge, die er für die Menschen gemacht hat? Nein, ich denke nicht, aber du wirst sowas ja auch nicht "nötig" haben, oder?


RE: Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - Leser - 17.03.2012

Ich möchte den Post von NichtHurz nicht einfach im Raum stehen lassen.

Dazu ist er viel zu wahr. Und dafür sage ich "danke", denn damit habe ich mir die Richtigstellung solch verquaster und historisch falscher Aussagen wie der von Juche gespart.



RE: Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - NichtHurz - 17.03.2012

Und wenn er die schönsten Kindergeschichten mit dem tollsten Happy End geschrieben hat, jemand der soviel Tote zum Regieren benötigt hat es nicht einmal verdient im gehobenen öffentlich Dienst zu sein...ein Gericht wäre da besser geeignet.

Hier einmal ein "faschistischer-kapitalistischer-imperialistischer-nationalsozialistischer-Klassenfeindlink"
http://de.wikipedia.org/wiki/Stalinsche_S%C3%A4uberungen


RE: Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - GG1949 - 17.03.2012

Ja- das sehe ich aus so NichtHurz.
Mir ist es auch egal, wie gut es der Mörder eigentlich meint, der mich umbrigt.
Wenn man aber ausschließlich die Bücher des Mörders über seine Heldetaten und seine Philosophie liest- fängt man an , zu glauben, er war ein Weltverbesserer. Wahrscheinlich liest Juchhe sehr einseitig.
Ich rate hier zur Parallel-Literatur:
Zur Zeit sind zwei sehr interessante Bücher im Handel:
Snyder, Timothy-
"Bloodlands-Europa zwischen Hitler und Stalin"
Hier werden die Verbrechen der Konsolidierungszeit beider Diktaturen 1933-38 und die in der 2-jährigen Zeit des Bündnisses zwischen Stalin und Hitler aufgearbeitet.
Litauer, Polen, Esten, Letten, Ukrainer können ein Lied davon singen.

und

"Verbrannte Erde: Stalins Herrschaft der Gewalt" von
Jörg Baberowski

Und um den vielleicht folgenden Aufschrei schonmal abzumildern:
Ja ich weiß genau, daß Herr Hitler einer der größten Vebrecher unter der mitteleuropäischen Sonne war.
Er hatte alles, was einen Diktator kennzeichnet und erst ermöglicht:
Eine Massen-Ideologie- getarnt als Wissenschaft
Ein Feindbild
Brutalität
Einen Partei-Unterdrückungsapparat.
Millionen Gläubige
Und natürlich wollte er nur das Beste für "sein Volk"

Kranke Hirne gibt es in jeder diktatorischen Ideologie. Es liegt in Ihnen, solche Leute zu fördern.
Sie sind der Schoß aus dem Massenmörder sprießen.



RE: Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - Juche - 17.03.2012

Wenn ich mir nen Bleistift in die Augen steche, hört das dann auf?


RE: Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - Leser - 17.03.2012

Nö, Du solltest lesen und Dich bilden, statt zu erblinden...


RE: Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - NichtHurz - 17.03.2012

Juche was willst du uns damit sagen? Sowas bringt diese Diskussion nicht voran! :/


RE: Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - Juche - 17.03.2012

Ich will damit sagen, dass solch eine Person permanent verteufelt wird, und dass dabei die Probleme des Landes zur Zeit nicht berücksichtigt werden.
Die Probleme, die die UdSSR zur der Zeit hatte, waren noch größtenteils Nachwehen aus der Zarenzeit, deswegen kann man verstehen, warum Stalin zum Beispiel die Korruption und die Bürokratie bekämpfen wollte. Außerdem gab es damals eine Gruppe von Links-und Rechtsabweichlern (Trotzky, Sinowjew), die Stalin gewaltsam stürzen wollten, auch mit dem Einsatz von Terror.
Außerdem war der "Hitler-Stalin Pakt" keineswegs ein Zeichen für Symphatien miteinander, sondern sollte Stalin nur genügen Zeit verschaffen, um gegen Hitler gerüstet zu sein.

Das ganze ist eh schon wieder OT im OT...


RE: Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - NichtHurz - 17.03.2012

Okay. Den Standpunkt könnte ich grundsätzlich nachvollziehen. In kaum einen Land, welches so viele Unruhen in kurzer Zeit hatte läuft auch nach diesen alles gut. Mein Punkt ist nur: Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine solche Menge an Personen mit hohen politischen und militärischen Rängen als wahre Putschisten gelten können, welche nur die eigene Macht im Sinn haben. Gesichert ist außerdem, dass mindestens eine Millionen Tote allein auf das Konto der stalinschen Säuberung gehen. Allerdings sind das Zahlen von denjenigen die es wirklich gut mit Stalin meinen und dies sehr eingeschränkt interpretieren. Über die Jahre, sowohl vor, während und nach dem 2. Weltkrieg gehen vermutlich bis zu 33 Millionen Tote auf Stalins Konto. Damit meine ich keinen einzigen Soldaten, sondern lediglich Bewohner der Sowjetunion. Du kannst mir nicht erzählen, dass dies alles Menschen waren, welche nur auf Macht aus waren und Stalin nur um des Stürzens Willen stürzen wollten. Vielleicht haben sie auch nur das Wort "Freiheit" gedacht oder ausversehen ein blöden Witz über Stalin oder seine Führungselite oder den Geheimdienst oder die Polizei oder oder oder...gemacht. Nicht jeder wird dafür getötet worden sein. Aber wozu gibt's denn Arbeitslager.
Mein Großonkel war 16 Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft. Er war weder Nazi (er war sogar kurze Zeit im KZ, wurde jedoch wegen seinen handwerklichen Fähigkeiten glücklicherweise entlassen), noch hat er groß einen auf Widerständler gemacht. Er wollte nur meine Urgroßeltern vor dem Tod bewahren (hat er geschafft). Nunja, er kann dir auf jeden Fall ein Lied davon singen wie unglaublich "böse" und "verdorben" die Menschen waren, welche aus der Sowjetunion selbst in sein Lager kamen. Wie bereitwillig mal eben ein paar Exekutionen durchgeführt wurden auch. Sag ein Wort und du bist tot. So sah das halt aus.


RE: Kim Jong Un at Korean border in Panmunjom - Leser - 19.03.2012

Wobei das zumindest Kriegsgefangene waren und die Deutschen die Russen andersrum auch nicht besser behandelten. Schlimm genug, das alles.
Allerdings wurden viele Deutsche auch nach dem Krieg aus der Ostzone nach Russland verschleppt und dort jahrelang in Arbeitslagern gehalten- auch Frauen und unpolitische Nicht- Soldaten. Stalin hat sich da schadlos gehalten, zur "Wiedergutmachung" und sicher auch ein wenig aus Rache.

Viel schlimmer und Ausgangspunkt der Diskussion hier ist, daß die Russen selbst in Arbeitslager verschleppt wurden und wie die Fliegen starben, weil sie nicht besser versorgt wurden als deutsche Kriegsgefangene. Von den hunderttausenden Hinrichtungen mal ganz zu schweigen.
Und das lange vor dem Krieg und vor dem Hitler-Stalin Pakt. Und selbstverständlich in der Regel ohne politischen Grund, sondern weil sich die Paranoia Stalins verselbständigt hatte und es hunderttausende Helfershelfer gab, sei es wegen der Karriere oder um selbst am Leben zu bleiben.

Die Stalin Ära war wohl die dunkelste Epoche neben der Naziherrschaft, die es in Europa je gegeben hat. Es gibt auch wenige, die das bestreiten. Und ebenso wenig, die dies entschuldigen können.

Stell Dir mal das Leben vor, Juche. Jeden Tag an jedem Ort gegenüber jedem Menschen bei jedem Satz Angst zu haben, verschleppt oder getötet zu werden. Das war wohl noch schlimmer als in China zu Zeiten der Kulturrevolution- und das ist schon kaum vorstellbar für Menschen aus einem freien Land wie uns hier. Einziges schlimmeres Beispiel, was mir einfällt, war das Verbrecherregime von Pol Pot in Kambodscha.