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Unterschiede Kampuchea und KDVR - Druckversion

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RE: Unterschiede Kampuchea und KDVR - Saloth - 27.04.2012

Da hab ich ja was zutun...
Ich wusste nicht, das das so ausartet. Hätte nicht gedacht, dass das Forum so aktiv ist.

Zitat:Das ist doch mal ein Beitrag, der zwar an dem Anliegen des Forums total vorbeigeht...

Naja am Forum vielleicht, aber am Thema des Threads doch weniger. Wink
Eigentlich stimmts, aber ich war schon in einigen anderen Foren, aber da ist der erste Eindruck auf Beiträge solcher Art eher weniger gut und ändert sich auch meistens nicht. Das wird dann eher zur Schlammschlacht als zur Diskussion. Hab eigentlich schon was für die Sache mit den Israelis und den Nordkoreanern vorbereitet, aber wenn sowas hier nicht erwünscht ist, dann halt ich mich zurück.

Juche schrieb:dass in einem Forum namens "Nordkorea-Info.de" auf Leute stoßen würde, die seine Posts kritisieren

Ich bin zwar keiner, der sagt, dass Nordkorea das Weltbeste ist, und ich verleugne auch nicht die schwierige Lage, aber ich bin keiner, der den Militarismus kritisiert, oder die Unabhängigkeits-Interessen runterspielt. Einige Dinge der Juche-Idee gefallen mir auch, bspw. die verlangte Eigenständigkeit des Staates. Nordkorea ist damit wohl das einzige Land, was nicht von der Globalisierung versklavt wurde. Außerdem gefällt mir die Betonung auf die Philosophie.

(23.04.2012, 15:15)Leser schrieb: Hallo Saloth. Mit Dir werden wir, nach Deinen ersten Zeilen hier im Forum, sicherlich neue Gipfel der kommunistischen Argumentation erleben.
Nur ganz kurz meine Einlassung zu Deiner rechtfertigung der Geschehnisse in Kambodscha während der Zeit der Roten Khmer:
Wenn jemand auch nur ein Zipfelchen der Rechtfertigung dafür findet, was Pol Pot und Konsorten dort an durchgängig bestialischen und menschenverachtenden Mordexzessen an ihren eigenen Landsleuten zu verantworten haben, ist er für mich mit menschlichen Maßstäben gar nicht zu fassen.

Über 2 Millionen in Arbeitslagern teilweise von halben Kindern abgeschlachtete oder verhungerte Kambodschaner in einem vollkommen heruntergewirtschafteten Land. Unfassbar.
Gegen Pol Pot waren Stalin und sogar Hitler fast Menschen.
Mann Mann Mann, wie kann man sowas auch nur im Ansatz erklären oder gar gutheissen- pfui Teufel.

Nett angefangen, schade das es nicht so geblieben ist. Will da etwa ein lupenreiner Demokrat irgendwelche Meinungsansätze, die von der Norm abweichen, diskriminieren? Hihi..
Und das weisst du, weil du in Kambodscha warst, tagelang mit den Menschen geredet hast und jeden Artikel, den es über die Roten Khmer gibt gelesen hast, und zwar in 150 versch. Sprachen, damit auch ja nichts ausbleibt. Nicht zu vergessen war dein Onkel zu jener Zeit dort - hab ich alles schon durch.

‚Kommunistische Argumentation‘ (was auch immer das ist) ist für dich vielleicht keine gute Argumentation, aber immer noch mehr als deine ‚menschlichen Maßstäbe‘.
Ansatzweise darüber nachgedacht hast du aber sicher nicht. Sonst würdest du mir nicht mit Arbeitslagern kommen; nicht damit, dass Hitler nicht so schlimm wäre. Aber du könntest dich n wenig kultivieren und auf meine Argumentation eingehen. Mal probieren?

(23.04.2012, 15:25)Rolle schrieb: @Leser, ich kann doch objektive historische Prozesse nicht mit moralischen Kategorien bewerten. Cool

Was für ne Moral? Eine, die eine Institution aufgebaut hat, die die letzten 2000 Jahre nichts als Diskriminierung, Raub, Vergewaltigung betrieben hat?
Besonders lachen musste ich übrigens bei ‚objektive historische Prozesse‘. Die BILD kostet ja nur 60 Cent.

(23.04.2012, 15:32)Leser schrieb: Ach ja, ich vergaß. Die kommunistischen Maßstäbe.
Die führen sowohl moralisch als auch historisch natürlich zu immer ganz anderen Ergebnissen und Wertungen, als wenn die Kapitalisten oder Westler etwas verbrochen haben.

Das kann auch nur aus dem Mund eines Menschen kommen, der sich noch nie sonderlich mit der kommunistischen Theorie befasst hat. Mein Vorschlag: lies mal bisschen was. Angefangen mit dem Manifest kannst n paar Broschüren von Marx und Engels lesen. Später nimmst dir dann Lenin undso vor. Vielleicht kommst du ja von selbst drauf, warum dies so sein muss, bzw. erkennst den Unterschied zwischen Kommunismus und Kapitalismus.

(23.04.2012, 19:29)Leser schrieb: Wenn man es richtig plastisch vor Augen geführt bekommen will:
"Killing Fields" ansehen!
Der historische Kontext und die gezeigten Geschehnisse in diesem Film sind korrekt und nicht übertrieben. Durch die Handlung, die sogar eine tatsächliche Geschichte erzählt (das Schicksal des Übersetzers eines amerikanischen Reporters nach der Machtübernahme der Roten Khmer) bekommt man einen etwas anderen Blick auf die "Notwenigkeit der Bekämpfung der Burgeoisie. Vor allem, wenn man die über 2 Millionen Toten im Hinterkopf hat, die ein ähnliches Martyrium durchleiden mussten.
Im Übrigen hätte ich von einem gebildeten Menschen erwartet, daß er über die ungefähren Geschehnisse und das Grauen im damaligen Kambodscha so ausreichend informiert ist, daß er zu diesem Genozid als ethisch/ moralisch aufrechtes Wesen nur eine Meinung haben kann. Nämlich eine klar ablehnende und verurteilende.
Da muss man keine umfangreichen Recherchen anstellen.

Und die Totenköpfe gehen mit Sicherheit alle auf das Konto der Khmer; oder auf das von Pol Pot – der hat immerhin jede Erschießung selbst durchgeführt! Dabei wird leider immer vergessen, dass die Amis noch Monate – vor und nach Pol Pots Sieg – Kambodscha bombardiert haben. Da werden bestimmt nur so an die hundert gestorben sein.
Wenn irgendwo Unrecht geschieht ist auch nicht immer die Merkel dran schuld. Aber wenn in Kambodscha Unrecht geschah, ist das alles auf Pol Pot zurückzuführen. Da hat sich keiner selbstständig gemacht, sondern jeder hat vorher Pol Pot gefragt. In einem Land, wo es keine Telefone gab und der Funk nicht über 100km kam.

Wahrscheinlich wurde ich auch etwas falsch verstanden – ich bin kein schreiender Pol Pot –Groupie. Es geht mir um Denkansätze, nicht um die Morde. Sicher hat es welche gegeben, und du wirst keinen Khmer finden, der dies leugnet! Nichtmal Nuon Chea hat dies getan. Und für ihn stand die Freiheit auf dem Spiel. Viele Unschuldige sind gestorben, und das ist bedauerlich.
„Da muss man keine umfangreichen Recherchen anstellen.“ – Der tat weh.

(26.04.2012, 10:06)Koreafreund schrieb: Ich sehe es auch als eine Frechheit an Nordkorea mit Kampuchea zu vergleichen. Was im Fernsehen negatives gezeigt wird über Nordkorea sind doch zu 99% Lügen und alles wird von den Amis gesteuert. Leute wacht auf und glaubt nicht der Presse denn diese wird gesteuert.

Das ist ja mal n Musterpost. Den würd ich glatt als Signatur nehmen.
Vergleich: Nordkorea-Kampuchea –> Frechheit.
Medien über Nordkorea -> Lügen
Medien über Kampuchea - > absolute Wahrheit
Dieselben Medien, die über Nordkorea berichten, berichten auch über die Roten Khmer. Wieso ist das eine Lüge pur, und das andere lupenreine Wahrheit, wo doch beide Regime in westlicher Welt als völlig gleich gehandelt werden. Man sah keinen Unterschied zwischen den Systemen.


RE: Unterschiede Kampuchea und KDVR - kalksee - 27.04.2012

Vielleicht doppelt sich das ja, aber am 4.5 gibt es eine Nordkorea-Reportage auf 3-Sat zum Thema eventuelle Umbrüche- ich hab das im TV-Termin schon reingeschrieben- aber vielleicht liest das da ja keiner- soviel Bewegung war in dem Ordner nicht erkennbar.
Da könnten ja auch Informationen zu diesem sehr stark frequentierten Threat mit bei sein.
also hier:
3-Sat, daß am 4.5.2012 um 21 Uhr eine Makro-Sendung zum Thema Umbrüche und Öffnungen in Nordkorea vor der Weltausstellung
Die Wiederholung kommt am 06.05. um 06.15 Uhr für Frühaufsteher.
Hier der Link:
http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/...index.html


RE: Unterschiede Kampuchea und KDVR - kalksee - 01.05.2012

(26.04.2012, 10:06)Koreafreund schrieb: Ich sehe es auch als eine Frechheit an Nordkorea mit Kampuchea zu vergleichen. Was im Fernsehen negatives gezeigt wird über Nordkorea sind doch zu 99% Lügen und alles wird von den Amis gesteuert. Leute wacht auf und glaubt nicht der Presse denn diese wird gesteuert.
Das kann ich als Bürger und selbst in den Medien arbeitender Mensch nicht nachvollziehen. Es scheint eher so zu sein, daß der Verfasser Furcht vor freien Medien hat. Ich muß das Forum hier morgen mal unbedingt meinen Kollegen zeigen- die werden sich wundern, daß sie zu 99% gesteuert sein sollen


RE: Unterschiede Kampuchea und KDVR - Leser - 01.05.2012

Danke, piratbürger. Das Thema "Lügendemokratie", "gesteuerte freie Presse" und das Herauspicken der genehmen Artikel als alleinige Wahrheit ist hier immer wieder ein ungutes Thema.

Viellciht kannst Du ja mal aus dem Nähkästchen plaudern, vielleicht dringst Du ja durch....


RE: Unterschiede Kampuchea und KDVR - Juche - 01.05.2012

Nicht alles was vom Westen kommt, muss auch wahr sein. Natürlich gibt es Journalisten, die es gut meinen, aber die meisten schreiben halt eben aus falschen Quellen ab oder diffarmieren.


RE: Unterschiede Kampuchea und KDVR - teardown - 01.05.2012

(01.05.2012, 14:31)Leser schrieb: Viellciht kannst Du ja mal aus dem Nähkästchen plaudern, vielleicht dringst Du ja durch....
Na das wäre wirklich mal interessant, etwas aus diesem Nähkästchen zu hören.
@piratbürger, weißt du etwas zum Fall Frieder Wagner?


RE: Unterschiede Kampuchea und KDVR - kalksee - 01.05.2012

(01.05.2012, 14:39)Juche schrieb: Nicht alles was vom Westen kommt, muss auch wahr sein. Natürlich gibt es Journalisten, die es gut meinen, aber die meisten schreiben halt eben aus falschen Quellen ab oder diffarmieren.
Woher genau nimmst Du dieses "Insiderwissen"?
Und wo beginnt heute "Der Westen" ?
Westlich Nordkoreas liegt China. Östlich liegen Japan und die USA.


Oder ist diese Behauptung Wunschdenken eines Vertreters altkommunistischer Medienpolitik?
Hier mal was zur Erweiterung des Wissens.
Journalisten haben ihre eigene Skala, die nicht von Regierungen beeinflusst wird. ( Außer durch ihr Verhalten gegenüber Den Kollegen)
( Siehe Satz "Die USA fielen ab, nachdem die Polizei die Berichterstattung über die Occupy-Proteste behinderte.")
Platz 171 ist auch interessant. Seit Jahren stabil.

www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2011/


RE: Unterschiede Kampuchea und KDVR - Juche - 01.05.2012

Die einzigen beiden Medien, die ich momentan lese sind Rodong Sinmun und KCNA. Was anderes kommt mir nicht unter. Und ja, das ist auch gut so.


RE: Unterschiede Kampuchea und KDVR - micha - 01.05.2012

(01.05.2012, 14:39)Juche schrieb: Nicht alles was vom Westen kommt, muss auch wahr sein. Natürlich gibt es Journalisten, die es gut meinen, aber die meisten schreiben halt eben aus falschen Quellen ab oder diffarmieren.
(01.05.2012, 17:01)Juche schrieb: Die einzigen beiden Medien, die ich momentan lese sind Rodong Sinmun und KCNA. Was anderes kommt mir nicht unter. Und ja, das ist auch gut so.
Woher weißt Du dann, das die anderen alle diffamieren?


RE: Unterschiede Kampuchea und KDVR - kalksee - 01.05.2012

(01.05.2012, 17:01)Juche schrieb: Die einzigen beiden Medien, die ich momentan lese sind Rodong Sinmun und KCNA. Was anderes kommt mir nicht unter. Und ja, das ist auch gut so.
Kein Problem- man kann auch mit ausschließlich einer Regierungsquelle glücklich sein.
Das ist auch nicht so anstrengend als wenn man sich sein Wissen aus verschiedenen Quellen zusammensuchen muß.
Solche staatstreuen Bürger hätte jede Regierung gern.

Also kein Insiderwissen-nur Wiederholung der zur Zeit angesagten Regierungsmeinung- ich hatte es geahnt.
Was machst Du, wenn die Regierungsmeinung sich ändert?