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VA - Nordkorea, Geschichte und Entwicklung des politischen Systems
#91
(30.11.2012, 21:00)micha schrieb:
(30.11.2012, 20:55)Juche schrieb: Außerdem war Lenin ganz klar auf der Seite Stalins.

Worauf beziehst Du dich in deiner Aussage? An welcher Stelle hat Lenin, nachweislich Stalin, den Vorzug vor Trotzki gegeben?

..."der sich", sagt Lenin, "in jeder Hinsicht von dem Genossen Stalin nur durch einen Vorzug unterscheidet..."

Konnte es so jemanden geben? Nein, natürlich nicht. Außerdem ist nachgewiesen, dass Lenin sein ganzes Leben über, ein viel besseres Verhältnis (und auch Vertrauen) zu Stalin als zu Trotzki gehabt hat.

Außerdem war Lenin im Jahre 1923 bereits schwer krank, Stalin hatte die (eher undankbare) Aufgabe, über ihn zu wachen und ihn von jeglicher Arbeit abzuhalten, die ihn unnötig stressen könnte. Das da Spannungen entstehen, ist selbstverständlich.

Dennoch: Lenin war zeitlebens gegen den Trotzkismus. Einige (höchst selbst von ihm geschriebene Schriften) belegen dies tausendfach.
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#92
(30.11.2012, 21:12)Juche schrieb: ..."der sich", sagt Lenin, "in jeder Hinsicht von dem Genossen Stalin nur durch einen Vorzug unterscheidet..."
Der Text von Lenin ist länger und richtet sich gegen Stalin:

" „Stalin ist zu grob, und dieser Fehler, der in unserer Mitte und im Verkehr zwischen uns Kommunisten erträglich ist, kann in der Funktion des Generalsekretärs nicht geduldet werden. Deshalb schlage ich den Genossen vor, sich zu überlegen, wie man Stalin ablösen könnte, und jemand anderen an diese Stelle zu setzen, der sich in jeder Hinsicht von dem Genossen Stalin nur durch einen Vorzug unterscheidet, nämlich dadurch, daß er toleranter, loyaler, höflicher und den Genossen gegenüber aufmerksamer, weniger launenhaft usw. ist. Es könnte so scheinen, als sei dieser Umstand eine winzige Kleinigkeit. Ich glaube jedoch, unter dem Gesichtspunkt der Vermeidung einer Spaltung und unter dem Gesichtspunkt der von mir oben geschilderten Beziehungen zwischen Stalin und Trotzki ist das keine Kleinigkeit oder eine solche Kleinigkeit, die entscheidende Bedeutung gewinnen kann."


( Brief an den XII. Parteitag. Testament von W. I. Lenin, diktiert am 25. Dezember 1922 und 4. Januar 1923)
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#93
Hallo Eugen, dass sehe ich ebenfalls so.
Auch die Aussage von Juche, EINIGE Schriften belegen das TAUSENDFACH, ist ja schon sehr bemerkenswert..
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#94
(01.12.2012, 00:51)Eugen613 schrieb: Trotzki als Heuchler zu bezeichnen zeigt, dass man keine Argumente hat.
Heuchler sind es auch nicht wert, dass man sich weiter mit ihnen beschäftigt. Stalin hat aber ab 1924 Trotzki mit allen Mitteln bekämpft, letztlich ermorden lassen.
na ja, das stimmt so nicht. Einer, der sich bei relevanten Personen einschmeichelt, um an die fettesten Brocken zu kommen, kann gefährlich werden. Und er ist es somit auch wert, dass man sich mit ihm beschäftigt.

Meine Information ist auch, dass Stalin ganz und gar nicht Lenins Wunschkandidat gewesen sei und er sich nur mit großer Brutalität durchgesetzt habe (teilweise, indem er Rivalen gewaltsam ausgeschaltet habe). Aber das ist Schulwissen, deswegen halte ich mich in dieser Diskussion eher zurück.

(01.12.2012, 00:51)Eugen613 schrieb: Lenin´s Testament, diktiert 1922/1923, wurde erst 1956 publiziert. Es muss somit für die Entwicklung der UdSSR von Bedeutung gewesen sein.
dieses Argument hat allerdings etwas für sich. Was stand dann in dem Testament drin? Kann das heutzutage von jedermann gelesen werden?
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#95
Hallo Schwabe.
http://www.vulture-bookz.de/marx/archive...ament.html
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#96
@ Schwabe: Es gab kein Testament. Es war ein Brief Shy

Egal, mit Leuten die mit solch schwammigen Argumenten kommen, diskutiere ich nicht. Jedenfalls braucht Stalin sich nicht davor zu verstecken, da Trotzki viel schärfer darin kritisiert worden ist.

Schwamm drüber, ihr werdet mir meine Worte eh im Mund umdrehen, deswegen ist diskutieren sinn- und zwecklos.

Lenin und Stalin waren immer gegen Trotzki.
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#97
Dieser Thread ist inzwischen OT!
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#98
(01.12.2012, 13:09)rroft schrieb: Dieser Thread ist inzwischen OT!

Jupp, sehe ich auch so. Ich habe eigentlich nur geantwortet, um mit ein paar Unklarheiten aufzuräumen.
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#99
(01.12.2012, 13:04)Juche schrieb: Egal, mit Leuten die mit solch schwammigen Argumenten kommen, diskutiere ich nicht. Jedenfalls braucht Stalin sich nicht davor zu verstecken, da Trotzki viel schärfer darin kritisiert worden ist.

ich weiß nicht, worauf du dich beziehst; aus dem Text von micha lese ich das nicht heraus. Im Gegenteil: Während es in der ursprünglichen Version so in etwa heißt "beide haben ihre Macken, ich weiß auch nicht, wer besser ist", ist die Haltung Lenins in der Nachschrift klar: Er spricht von "kann... nicht geduldet werden" und "wie man Stalin ablösen könnte".

OK, er sagt, der Nachfolger müsse sich "nur in einem Punkt" unterscheiden, und das war seine zwischenmenschliche Kompetenz. Fachlich hielt er Stalin demnach für fähig. Als Generalsekretär wollte er ihn aber offensichtlich trotzdem nicht.

Sorry für das OT, aber das wollte ich doch gesagt haben.
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„Wenn aber diese sektiererische Spaltung eintreten sollte, werden wir in der nächsten Zeit nicht nur zur rechten Hand eine Internationale 2 ½ haben, sondern auch von links eine Internationale Nr. 4, wo Subjektivismus, Hysterie, Abenteuerlust und revolutionäre Phrase in vollendeter Gestalt vertreten sein werden.

Leo Trotzki, Die neue Etappe, 1921

Spricht nicht gerade für ihn (Trotzki), oder?
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