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Normale Version: Unterscheidung Nord,- und Südkoreaner
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Hallo Genossen!

Mag zwar komisch klingen, aber gibt es optische Merkmale um Südkoreaner von Nordkoreanern zu unterscheiden?

sepp811

Dangun

Ich denke mal in der Art von DDR und BRD. Anhand der Kleidung, Frisur und Auftreten konnte man zu 90% einen Ost Buerger von einem Westdeutschen unterscheiden. So wird es sich auch mit Nord- und Suedkoreanern verhalten.
Rein anatomisch sicher nicht.
Man betrachte einmal die Gesichter der im nordkoreanischen Staatsfernsehen gezeigten Menschen.Sie verraten dem Zuschauer viel über ihr von harter Arbeit und Entbehrungen geprägtes Leben.Ich denke daran erkennt man einen Nordkoreaner.

Dangun

(21.12.2010, 02:18)kadarjanos schrieb: [ -> ]Man betrachte einmal die Gesichter der im nordkoreanischen Staatsfernsehen gezeigten Menschen.Sie verraten dem Zuschauer viel über ihr von harter Arbeit und Entbehrungen geprägtes Leben.Ich denke daran erkennt man einen Nordkoreaner.

Ich denke jeder hat dort immer ein Lied auf den Lippen bei der Arbeit und ein Laecheln wenn er an den geliebten Fuehrer denkt?
Ich fragte lediglich nach, um zu wissen, ob es möglich ist in Städten wie Tumen oder Dandong Nordkoreaner am Gesicht/Verhalten auszumachen :-D

sepp811

(21.12.2010, 13:45)jperazor schrieb: [ -> ]Ich fragte lediglich nach, um zu wissen, ob es möglich ist in Städten wie Tumen oder Dandong Nordkoreaner am Gesicht/Verhalten auszumachen :-D
Es ist schon mal die Frage, wer NORD-Koreaner ist, wenn man an solche Grenzstädte denkt. Es gibt Geschäftsleute, die dort kurzfristig sind und bald wieder nach Pyongyang zurückfahren, die tragen ihren Anstecker und sind somit von weiten erkennbar. Aber es gibt auch ethnische Koreaner dort, die schon immer dort leben, evtl. Verwandte in Nordkorea haben oder auch nicht. Dann die Flüchtlinge, die aus Nordkorea stammen aber dort nicht wieder hinwollen. Sind das Nordkoreaner oder Koreaner? Also von deiner Zielsetzung her müsste man eher die Frage stellen, wie man Koreaner von Chinesen unterscheidet. Es war für mich in Dandong als Kurzbesucher schwierig die längerfristig oder dauerhaft dort lebenden Koreaner (also die ohne Anstecker) von Chinesen zu unterscheiden muss ich zugeben. Wer länger dort ist, kennt wahrscheinlich die Eigenheiten so wie es Dangun schreibt und kann das.
Um offen zu sprechen, habe ich nach meinem Aufenthalt in Nordkorea vor die Städte Tumen und Dandong zu besichtigen um diese Kulturvermischungen zu erleben, und auch um einen Eindruck zu gewinnen wie es wohl sein wird für Nordkoreaner die in diesen Städte leben.

Dangun

(21.12.2010, 15:45)jperazor schrieb: [ -> ]Um offen zu sprechen, habe ich nach meinem Aufenthalt in Nordkorea vor die Städte Tumen und Dandong zu besichtigen um diese Kulturvermischungen zu erleben, und auch um einen Eindruck zu gewinnen wie es wohl sein wird für Nordkoreaner die in diesen Städte leben.

Du wirst sie am laecheln erkennen.Smile
Nein im ernst, ich habe nur Suedkoreaner in Yantai getroffen, die sich einen preiswerten Urlaub goennten und sich mit Chinesinnen am Abend die Zeit vertrieben.
Obwohl Koreaner (als auch Japaner) im allgemeinen nicht beliebt sind in China, bringen sie doch Geld ins Land. Jedenfalls die Suedkoreaner.
(20.12.2010, 19:16)jperazor schrieb: [ -> ]Hallo Genossen!

Mit der Anrede "schwankende Person" käme ich besser zurecht Big Grin

(20.12.2010, 19:16)jperazor schrieb: [ -> ]Mag zwar komisch klingen, aber gibt es optische Merkmale um Südkoreaner von Nordkoreanern zu unterscheiden?

Wie hier schon stand, wirst Du Koreaner nur anhand äußerer Merkmale, wie z.B. der Kleidung, nach Nord bzw. Süd sortieren können. Trotz der nun schon recht langen ideologischen Trennung kann man die Koreaner immer noch als ethnisch sehr homogen betrachten, genetisch sowieso.

(21.12.2010, 13:45)jperazor schrieb: [ -> ]Ich fragte lediglich nach, um zu wissen, ob es möglich ist in Städten wie Tumen oder Dandong Nordkoreaner am Gesicht/Verhalten auszumachen :-D

Die Nordkoreaner in China (Südkoreaner gibt es dort kaum und in den Nordostprovinzen schon gar nicht) erkennt man schon deshalb recht schnell, da sie schlecht integriert sind. Selbst die ältere Generation aus der ersten Flüchtlingswelle in den 1950er Jahren spricht kaum Chinesisch. Die jüngeren Koreaner in China sind zudem meist Nordkoreaner auf der "Durchreise" nach Südkorea und haben kaum Kontakt zu Chinesen.

Optisch kann man schon Unterschiede z.B. zwischen Han und Koreanern ausmachen, das dürfte einer unerfahrenen Langnase aber schwer fallen. Weitere Erkennungsmerkmale ...

* Koreanische Musik, würden Chinesen freiwillig nicht hören.
* Koreanische Restaurants, gehören in China fast immer Koreanern.
* Koreanische "Kulturvereine", meist mit einer, nicht zu übersehenden, nordkoreanischen Flagge über der Tür.

Die, in China angestammten, Koreaner sind zwar besser integriert, gehen aber mengenmäßig in der Gesamtbevölkerung unter. Selbst im Bezirk Yanbian, wo fast die Hälfte der chinesischen Koreaner lebt, machen sie weniger als 40% der Bevölkerung aus.
(21.12.2010, 15:45)jperazor schrieb: [ -> ]... um diese Kulturvermischungen zu erleben ...

Wie schon angedeutet, gibt es diese "Kulturvermischung" kaum. Ich vergleiche es immer gerne mit der Situation der Türken in Deutschland. Die Kontakte beschränken sich in dem Fall meist auch nur auf den Besuch der Dönerbude um die Ecke.

Zudem gehen die Chinesen immer mehr auf Distanz. So wurden z.B. in den letzten Jahren die meisten Denkmäler, die an den Koreakrieg erinnern, aus den Innenstädten entfernt. Flüchtlinge aus Nordkorea versucht man zwar immer noch an der Grenze abzufangen, wenn sie dann aber mal im Lande sind, winkt man sie mit zunehmend nachlassendem Widerstand nach Südkorea durch.