Der Große Studienpalast des Volkes - Nordkorea-Information

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Der Große Studienpalast des Volkes

Ein Ort, der stets verschont geblieben war

An einem Oktobertag 1973 bestieg Kim Il Sung den Berg Moran und überblickte die Hauptstadt; dabei fragte er seine Begleitung: „Was für ein Gebäude würde Ihrer Meinung nach zum Platz dort passen?“

Er zeigte auf den Hügel Namsan.

Seine Mitarbeiter konnten ihm nicht sofort antworten. Sie zögerten umso mehr, weil sie genau wussten, um was für einen Ort es sich handelte.

Bei der Ausarbeitung des Plans für den Wiederaufbau der Stadt Pyongyang legte Kim Il Sung den Hügel Namsan als Zentrum der Hauptstadt fest und wies auf die Richtung der Gestaltung der Stadt mit dieser Stelle als Achse hin, wobei er allein den Hügel Namsan als freien Raum beließ. Der Hügel Namsan war wirklich ein prächtiger Ort, denn sein Anblick bietet vorne die wogenden blauen Wellen des Flusses Taedong und auf der linken Seite die herrliche Landschaft des Berges Moran und die Ebene Munsu.

Mit der Zeit entstanden rings um den Hügel Namsan unzählige große und kleine Gebäude, aber der Hügel selbst blieb nach wie vor frei.

Eines Jahres fertigte ein Planer ein Projekt an, das vorsah, dort ein majestätisches Regierungsgebäude zu errichten, und reichte es dem Präsidenten ein, da er bedauerte, dass dieser schöne Platz unbebaut lag. Auch damals schob Kim Il Sung den Plan sofort beiseite. Sein Vorhaben war, an diesem schönen Ort, also im Zentrum der Stadt, statt eines Regierungsgebäudes ein öffentliches Gebäude zu platzieren, das die Bevölkerung viel benutzen würde.

Wie erwähnt, zog dieser Platz seine Aufmerksamkeit auf sich, weshalb die Funktionäre ihm nicht sofort eine Antwort geben konnten. Kim Il Sung sagte ihnen leise, es müsse an diesem zentralen Ort an und für sich ein Bauwerk für das Volk wie ein Museum, Klubhaus, eine Bibliothek oder ein Kulturpalast stehen.

Mitte Dezember desselben Jahres, also zwei Monate später, bestieg Kim Il Sung persönlich den Hügel Namsan und unterstrich, es sei nun an der Zeit, diesen Platz zu bereinigen und hier eine große Bibliothek zu errichten, da in Pyongyang schon ein Kulturpalast und ein Schülerpalast beständen.

Er meinte, dann würden Kinder im Schülerpalast und Erwachsene hier studieren, und fuhr fort: „Das Volk wird sich freuen, wenn auf dem Hügel Namsan eine Bibliothek errichtet wird.“

So entstand dort die große Bastion des Studiums für das ganze Volk mit dem bedeutsamen, von ihm persönlich gewählten Namen „Großer Studienpalast des Volkes“, ein majestätisches und prächtiges Gebäude im koreanischen Stil.


Naenara, Mai 2015

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