Tag des Schulanfangs - Nordkorea-Information

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Tag des Schulanfangs

Aus dem Tagebuch eines Jungen

In der Demokratischen Volksrepublik Korea beginnt am 1. April das neue Schuljahr. Am Tag des Schulanfangs wimmeln jedes Jahr die Strassen von den freuderfüllten Kindern, die neue Schuluniform und Schultasche tragen, und die Schulen von den Lehrern, älteren Schülern und Eltern, die die neuen Schüler begrüßen.



Auch Han Il Guk, der den Kindergarten Tongsong im Stadtbezirk Jung der Stadt Pyongyang absolviert hat, wird in die Grundschule aufgenommen. Über die Freude, zur Grundschule zu gehen, und den Stolz schrieb er in sein Tagebuch.

"27. März Juche 103 (2014), Donnerstag
Heute bekam ich neue Schuluniform und Schultasche. Die Schuluniform passt mir gut. Wenn ich eine Schultasche trage, sehe ich wie Schüler aus. Ich stolzierte vor der Mutter. Wann gehe ich in die Schule?"

"28. März Juche 103 (2014), Freitag
Heute war ich in der Schule, die ich besuchen werde. Das Schulgebäude ist noch höher als Kindergarten, und der Sportplatz ist noch größer. Es gibt mehr Klassenzimmer, und Stühle und Tische sind größer als im Kindergarten. Auch der Musikraum, die Turnhalle und Schwimmhalle sind riesig groß. Die Schule hat mir gut gefallen."





"29. März Juche 103 (2014), Sonnabend
Heute bekam ich in der Schule Schulbücher. Ich las laut ein Lehrbuch. Ich kann leicht lesen, weil ich im Kindergarten das Schreiben gelernt habe. Wenn ich Schüler werde, will ich noch fleißiger lernen."

"30. März Juche 103 (2014), Sonntag
Wenn ich nur zwei Nächte schlafe, beginnt die Schule. An diesem Tag sollen die Brüder und Schwestern mit Beifall und Konfetti uns gratulieren. Wie schön wäre es, wenn dieser Tag schnell käme. ..."


Frau Ri Myong Hui, Mutter Han Il Guks, sagt: "Mein Sohn, Il Guk glaubt, dass jeder in diesem Alter selbstverständlich zur Schule geht. Dank der Allgemeinen Zwölfjährigen Schulpflicht gehen alle Kinder zur Schule, wenn sie im Alter für Lernen sind. Da es die gute sozialistische Gesellschaft gibt, ist der Tag des Schulanfangs sowohl für meinen Sohn, als auch für alle Kinder ein fröhlicher Tag und ein Feiertag des ganzen Landes, denke ich."

Il Guk ist noch klein und weiß noch nicht alles. Wenn er aber groß wird, wird er verstehen, wo die heutige Freude beginnt.

Stimme Koreas




Am Tag des ersten Schulbeginns nach dem Krieg



Am 1. April 1954 fand in allen Schulen des ganzen Landes die erste Schulgründungsfeier statt.

An diesem Tag suchte Kim Il Sung die damalige 14. Pyongyanger Volksschule auf, um die Schüler zu treffen.

Als er in einem Klassenzimmer an die Tische der Schüler herantrat, machte er ein trübes Gesicht.

Die Notizbücher und Bleistifte der Schüler sahen in qualitativer Hinsicht nicht gut aus.

Nach einer Weile sah er ein Klavier vor dem Fenster an und fragte, ob die Schule über andere Musikinstrumente verfüge.

Als ob er den seelischen Gedanken der Lehrerin, die mit der Antwort zögert, gelesen hat, sagte er mit besorgtem Aussehen leise noch einmal, das Klavier sei für die Kinder dringlich erforderliches, aber mit einem sei zu wenig.

Dann sagte er den Funktionären, dass sie für die Kinder nichts schonen sollten; er wies darauf hin, es sei unerlässlich, die Schule ausgezeichnet zu errichten und die Kinder gewissenhaft heranzubilden, wenn man die Kinder uns hervorragend fortsetzen lassen will. Künftig solle man auf Kosten des Staates sie mit Uniformen versorgen, ihnen qualitätsgerechte Lehr- und Notizbücher und Bleistifte und all das beste unseren Kindern zuteil werden lassen.

Danach ließ er trotz schwieriger Bedingungen des Wiederaufbaus zuerst die Schule für die Kinder errichten und an die 14. Pyongyanger Volksschule das von ihm benutzte Klavier und zahlreiche Schulartikeln schicken.

Sein Besuch der Schule am Tag des ersten Schulbeginns nach dem Krieg bedeutete einen bedeutsamen Willen, trotz der so schwierigen Bedingungen des Landes die Bildungsarbeit keinen Augenblick unterbrechen zu dürfen.


Naenara, Sept. 2014

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